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Jüdische Turnzeitung · 1905-05-01 · 5/6 (5.1905) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
6 (1905)
Issue
5/6 (5.1905)
Date
1905-05-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Xo. 5 Ii 81 der Verein in München und auch der Verein in Hannover sich unserem Verbände anschließen werden. Hingegen sind zwei Vereine ausgeschieden, und zwar der von Frankfurt a. O. und der Verein „Samson" in Sofia. Daß der Verband bisher, wie wir offen zugestehen müssen und auch wollen, nicht das geleistet hat, was wir bei seiner Gründung gehofft und gewünscht, hat verschiedene Ursachen. In Basel war uns in der Eile ein Statut gegeben worden, das durch seine erstaunliche Schwerfälligkeit es uns geradezu unmöglich machte, Ersprießliches zu leisten. Hauptsächlich, um ein neues Statut zu schaffen, das uns ein gedeihliches Wirken ermöglicht, haben wir diesen Turntag zusammengerufen, ohne daß wir hierzu — nach unserem alten Statut — berechtigt gewesen sind. Wir haben uns daher an die Vereine als solche gewandt und sie gebeten, den ordentlichen Turntag schon im April statt im Oktober abhalten zu dürfen. Da wir allgemeine Zustimmung erhielten, ist dieser Turntag also ordnungsgemäß einberufen. Wir standen von vornherein auf dem Standpunkt, daß es wichtig und wünschenswert sei, unsere Bestrebungen der größten Öffentlichkeit bekannt zu geben. Schon von Basel aus wurden daher allen größeren Zeitungen Berichte über unsere Sache zugestellt. Im Anschluß hieran wurde in zahlreichen Blättern eine Polemik gegen uns eröffnet, in Berliner, Kölner, Frankfurter, Münchener und anderen Blättern wurde die jüdische Turnbewegung heftig angegriffen. Wir haben die Gelegenheit mit Freuden wahrgenommen, eine energische Entgegnung in die Blätter zu bringen, die auch von den meisten gebracht wurde. Bei jener Gelegenheit hat der „Ausschuß" eine ausführliche Darlegung unserer Bestrebungen gegeben und ein für allemal festgelegt, was wir unter National-Judentum verstehen wollen. Es haben sich damals, was ja unter den heutigen Verhältnissen zu erwarten war, Aeußerungen an unsere Gründung geknüpft, die dahin g'ngen, daß die Jüdische Turnerschaft im Gegensatz zur Deutschen stände, auch zum deutschen Staatswesen als solchem. Man wollte daraus, daß wir uns als Nationaljuden bekennen, uns die Berechtigung absprechen, deutsche Staatsbürger zu sein. Wir haben uns "agegen entschieden gewehrt, daß unsere nationaljüdische Stellungnahme und Gesinnung in irgend einer Weise im Widerspruch zum Putschen Staatsbürgertum stände. Diese offizielle Erklärung hat außerordentlich günstig gewirkt. Auch in jüdischen Blättern wurde unsere Bewegung aufs einsch b€sProcnen- ,m großen allgemeinen haben sich die jüdinen Blätter außerordentlich passiv verhalten, manche feindlich, einige s°gar unanständig. um zvve'tes Mal mußten wir polemisch hervortreten, als es sich hand l BeSrundung des jüdischen Turnvereins in Hannover dern t Obwohl dieser Verein gar nicht auf national-jüdischer, son- Unruh ga"Z zahmer konfessioneller Basis stand, hat er lebhafte "ne m der jüdischen Gemeindestube Hannovers erzeugt, so daß

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