Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 6 (1905)
- Issue
- 4 (4.1905)
- Date
- 1905-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
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No. 4 61 nommen. Während des ganzen Abends herrschte eine außerordentlich gemütliche Stimmung. In dem vorigen Bericht wurde versehentlich nicht erwähnt, daß He:: Dr. Richard Löwe am 17. Februar einen Vortrag jr »Heinrich Heine als Nationaljude" hielt, der sehr zahlreich besucht und überaus interessant war. Nochmals werden die Mitglieder darum gebeten, ihre alten Liederbücher der jüdisch-nationalen Frauen Vereinigung zur Verfügung zu stellen. In Anbetracht des guten Zwecks sollten alle, die noch im Besitz eines alten Liederbuches sind, dieses recht bald an den Abteilungskassierer abliefern. An dem von Herrn Dr. Mühsam seit dem 30. März abgehaltenen Samariterkursus beteiligen sich mehr als 30 Damen, eine gewiß erfreuliche Tatsache. A. O. R Berlin. (Personalnotiz). Herr Elias Auerbach vom „Bar-Kochba"- Berlm hat kürzlich die medizinische Staatsprüfung bestanden. Hierzu Wünschen wir dem jungen prakt. Arzt und wackeren Streiter für die nationaljüdische Idee herzlichst Olück. Korrespondenzen an Herrn Auerbach sind z" richten nach Frankfurt a. O., Städtisches Krankenhaus. . Graz. Am 11. März d. J. fand die gründende Versammlung eines »Jüdischen Turnvereins" in Graz statt. Nach dem mit Beifall aufgenommenen Qründungsberichte des Herrn S. Leicht erfolgte die Wahl des 'urnrates. In diesen wurden die Herren gewählt: Hugo Neuinann als ^omann, Josef Reich als Obmannsstellvertreter, Siegmund Leicht als Schrift- '"nrer, Richard Neurat als Kassierer, Jakob Weiß als Turnwart. Hierauf wurden in lebhafter Diskussion interne Angelegenheiten besprochen. Der neugegründetc Verein zählt 30 ausübende Mitglieder und 20 Schüler. Auch le Errichtung einer Frauen- und Mädchen-Abteilung ist geplant. Der urnbesuch ist rege und es eröffnen sich dem jungen Vereine die besten Aussichten für ein gedeihliches Werden und Wirken. S. L. 2t- .Hannover. Die „Jüdische Turnerschaff' zu Hannover feierte am 3. Marz ihr erstes Stiftungsfest. Eingeleitet wurde das Fest durch einen N 7aJ?c'1' der die Turner zu einem Reihenkörper mit Viererreihen führte, ei Oeffnung des Reihenkörpers wurden unter Leitung des Turnlehrers ["ge Stabübungen ausgeführt. Die exakte Ausführung derselben fand pf£e!Tleinen Beifall. Das sich hieran anschließende Turnen am hohen iun \ ^'Cl" md die gewissenhafte Arbeit erkennen, welche in unserem hau 6,1 ere'n aufgewendet wird. Sechs Pyramiden, die durch gute Körper- Te1*1? Ufl^ Sicherheit besonders auffielen, schlössen den turnerischen mih u ^estabendn ab. Unsere Damenabteilung konnte leider noch nicht reih n' da sil: erst se't kurzer Zeit besteht, also keine Vorbe- Thptgen treffen konnte. Herr Regisseur Adalbert Steffter vom Residenz- Puhn£f *latte seine Mitwirkung bereitwilligst zugesagt und erfreute das HerU' i m((durcn einige Vorträge. Hierauf wurde das Theaterstück „Monsieur beitr t> aufeeiun:'t. welches durch das gute Spiel viel zur Unterhaltung Recfi^' der darauffolgenden Kaffeetafel ergriff der 1. Vorsitzende Herr Qg^n,sanwalt Oronemann das Wort. Er begrüßte die zahlreich erschienenen die , .20°). und führte aus, daß der Verein trotz der vielen Stürme, wej,er E'eich im ersten Jahre seines Bestehens durchzukämpfen harte, unH I ,'°rtfahren würde, das gesteckte Ziel zu erreichen und Verständnis Judei unsere Turnsache in weiten Kreisen der hannoverschen Pol»- i?J verbreiten. Unser Verein, der sich von jeder religiösen und die iH-'u Tendenz fernhält, kennt keine andere Aufgabe, als die eine, laufen t Tumsache zu pflegen. Hierauf wurden die zahlreich eingeburir £"i cgramme der befreundeten jüdischen Turnvereine Berlin, Hamwurd n..etc' etc' verlesen, die mit stürmischem Beifall aufgenommen daraiif"' Purcl1 das Verlesen der Telegramme wurden erst viele Gäste exUti«. aufm"ksam. daß auch in anderen Städten jüdische Turnvereine Teleocs uns unmöglich ist, jedem einzeln für die uns gesandten Freu™?"""0 ZL1 danken, so sprechen wir an dieser Stelle allen unseren aus n' 4°wie al,en Jüdischen Turnvereinen unseren herzlichsten Dank QädtP u- ' der ictzt m se'ne Rechte trat, vereinte uns mit unseren «sien bis zum frühen Morgen. Bereits am Festabend meldeten sich