Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 5 (1904)
- Issue
- 10/11 (10.1904)
- Date
- 1904-10-01
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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Noo lö/H Ist dieserRcozess*. d«s «ten Jjuanöoaoais^» äch seto^ amn Zweckte existifendöat Ocganäsmus ztim MaSGhiimiteü, zum Fremdzweck eines grösseren; Ganzem entwürdig*,! schwte da* durch geeignet, die Harmonie aller Organe zu stören, dass er einen grossen Teil de«. Muskulatur brach' legt, sor wird er besonders vernichtend* und entwürdigend daidurch, dass er das Genium m gut wieganzausschaltet;, z. B. bei der Tätigkeit eines« viele Spittdeiki' bedienenden Spinners, dessen Arafmenksanälceit auf eine nie sich ändernde maschinelle Vorrichtung; Jahr, und Jahr gerichtet blsibt, ad dass von all den ttüzäMigen An^assungsmetehanismen des< Gehirns nlir ganz wenige itoxm&v und immer wieder in Tätigkeit treten,, wahvend alle anderem, sowohl diejenigen, der smalieben Auffassung der Euseheinangen,. als diejenigen, der anpassenden, ausnutzenden pder abwehrenden Muskel-Koordination erschlaffen;, Es kann nietet ausbleiben, dass die schwerste» Störungen des Gesamtbefindens daraus resujtieren«. Ei» solcher Mensch verfallt, nicht nur viel, früher als HOrmäl dem Stumpfsinn des GreisenaKers, sondern er muss auch während der ganzem Zeit dieser einseitigem TätigJfceit an einem herabgesetzten Gesuudheitsgefühl leiden.. Wir stehen nichtan, eineft grossen Teil der Verstimmung der Arbeiterklasse auf diese^ hygienischen Uebelstände zutrückauführe». G-Pwndsätzlich das. gleiche, aber doch viel kompliziertere K*ankheitebild bietet ums die typische Berufskrankheit der Kopfarbeiter der oberen Klassen, die Neurasthenie, die gleichfalls zu einem sehr grossen Teil auf einseitige Beruf S- »»«pannüng zu beziehen ist Hier ist im Gegensatz zum Fabrikarbeiter das übermüdete: Organ gerade das Gehirn, und die braeh gelegten- Organe die Muskeln. Wir wollen versuchen, uas an dieser weit, verbreitetem Erscheinung sowohl den mechanischen Zusammenhang der Organ* erkeanküngen, als» auch seine Heilung: durch spielende Körpertätigkeit, durch den Sport', kla* zu< machen.. _ Unser Körper ist bekanntlich mit der höchsten Oekonomie gebaut- So besitzen wir auch nur so viel van dem ernährenden Saite, der den Gaswechsel und die Ernährung der GeWebezellem vollzieht; von dem Blute, wie durchaus e*fe#derlich ist Es: reäetot bei weitem nicht hin,, um etwa unsergesamtes. Gefässsystem prall zu füllen, sondern es ls* im Gegenteil, sowenig davon, vorhanden, daiss ein ver- *^tnisniässig geringer Teil des Btatgefäws&etzes die gauwe Masse aufzunehmen» im Stande ist . Der Körper benutzt seine verhältnismässig, beschränkte Bluinadtöse wie ein gut organisiertes Gemeinwes en. seine PoÜzeitruppe: er hält nicht etwa dauernd alle Punkte in der Marke besetzt, wie es eine* irgend einmal auftretende Not"