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Jüdische Turnzeitung · 1904-08-01 · 8 (8.1904) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
5 (1904)
Issue
8 (8.1904)
Date
1904-08-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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No. 8 141 zeituag für den Bar Kochba wurde Herrn Herrn ans Mokry, Dragonerstr. 19 übertragen. Bei unpünktlicher Zustellung wende man sich gefl. an den Hauptschriftführer Herrn Adolf Graupe, Schillingstr. 24. Das Amt als Mitglied des Vergnügungs« komitös hat Herr Graupe niedergelegt. Seiner gewissenhaften und geschickten Amtsführung sei hier noch besonders dankend gedacht. — Mitglieder, die Ränzel und Fechtutensilien noch im Besitz haben, werden ersucht, dieselben Herrn Zeugwart Bursztyn, Elisabethstr. 4, zu bringen, oder ihm portofrei einzusenden. Für die Männer-Abteilungen wird Herr Dr. Richard Blum einen Samariterkursus veranstalten. Näheres darüber wird noch bekannt gegeben werden. Berlin. Nachtturnfahrt de» Bar-Kochba. 26 Turner aus den Mannerabteilungen, sowie einige Gäste versammelten sich am 30. Juli gleichzeitig mit der Lehrlings-Abteilung auf dem Alexanderplatz an der „Berolina", um mit dem Zuge 10ai nach Coepnick zu fahren, von wo aus die Männer-Abteilungen unter Leitung des Turnwartes Ing. Katzky über Fürstenwalde nach dem Scharmützelsee, die Lehrlings-Abteilung unter Führung ihres Turnwarts Kikoler nach Hangelsberg marschieren wollten. Von Coepenick führte uns der Weg bei prächtigem Mond« schein über Friedrichshagen, am Ufer des Müggelseees vorbei nach Rahnsdorf, wo wir uns für den weiten Weg innerlich etwas anfeuchteten. Kurz hinter Rahnsdorf warfen wir uns in den Chausseegraben, um nach kurzer Rast der aufgehenden Sonne entgegen nach Erkner zu marschieren. Hier trommelten wir Wirt und Kellner eines Gartenrestaurants morgens um 5 Uhr aus den Federn und Hessen uns den in aller Eile „aufgebrühten" Kaifee und die frischen Brötchen nach Möglichkeit treftlich münden. Neugestärkt und erfrischt durch das kühle Wasser eines Brunnens wanderten wir in den taufrischen Morgen hinein, der uns einen heissen Tag zu bringen versprach. Bald mit fröhlichem Gesang, bald - in anregendem Gespräche zogen wir auf der alten Frankfurter Landstrasse zum Störitz-See, wo wir wieder mit den Lehrlingen zusammentrafen, die es sich dort schon bequem gemacht hatten und spielten. Ein uns angebotenes Barlaufspiel mussten wir abiebnen, da wir den Zug, der uns von Hangelsberg nach Fürstenwalde bringen sollte, nicht verpassen wollten. Nach kurzem Aufenthalt setzten wir unseren Marsch nach Hangelsberg fort, wo wir noch zeitig genug ankamen, um in Ruhe frühstücken zu können, bis uns der Zug nach Fürstenwalde entführte. Am Bahnhof erwarteten uns einige Nachzügler, sowie der Frankfurter Turnverein „Jung-Juda", der leider nur eiiien Vertreter, der uns alle aber auch um Haupteslänge überragte, hatte entsenden können. Beim Durchmarsch durch die Stadt sprach uns der Redakteur des „Fürstenwalder Wochenblattes* an und erkundigte sich eingebend nach Namen und Ziel unseres Turnvereins. 8 Tage

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