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Jüdische Turnzeitung · 1904-08-01 · 8 (8.1904) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
5 (1904)
Issue
8 (8.1904)
Date
1904-08-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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140 No. 8 unserer grossen Höfe, die von vier Mauern begrenzt werden, ein bescheidenes Terrain hätte, aber in freier Luft und mit der Aussicht auf eine ruhige Landschaft. Aber das gibt es nicht und zwar aus Gründen, die nicht von uns abhängen ... Warum gibt es keinen Garten in unseren Schulen? Nicht an Blumen, sondern am Bilde des Sonnenspektrums lernen unsere SchUler die Farben unterscheiden. Wie gut würde es ferner sein, wenn weniger als vierzig SchUler in einem Räume wären und wenn man sie nicht immer darin einschliessen würde! Wie viele Unterrichtsgegenstände würden dabei gewinnen, wenn sie im Freien gelehrt würden! ... Vor drei Jahren ermächtigte das Zentralkomite den Direktor der Schule in Smyrna, die wöchentliche Arbeit durch einen freien halben Tag zu unterbrechen. An jedem Mittwoch Nachmittag machten wir mit den Schülern einen Ausflug. Alle Woche waren die SchUler vier bis fünf Stunden lang in frischer Luft, auf den Feldern, liefen, spielten, sangen und berauschten sich an Luft und Bewegung. Warum sollte dieser Einzelfall nicht verallgemeinert werden?- Warum sollte in unseren Programmen nicht mehr Platz sein für das Turnen? ... Wir kennen freilich ihre Trägheit zu sehr, um uns auf ihre Initiative zu verlassen. Es würde gut sein, unter ihnen kleine Sportvereine zu gründen, um für sie die Verpflichtung zu schaffen, dass sie sich ausserhalb der Schule zur Vornahme von Körperübungen vereinigen. L. Gueron (Ubers, von J. H.). Aus der jüdischen Turnerwelt. Berlin. Jüdischer Turnverein Bar Kocbba. Die Fortsetzung der Haup tversa-mmlung des Vereins findet am Sonnabend, den 3. September 1904, abends 9 Uhr, im Fürstenberg- Bräu, Rosenthaierstr. 38, statt Besondere Einladungen ergehen nicht Tagesordnung: I. Berichte, a. Wahl des I. und II. Turnwarte, 3. Anträge, 4. Verschiedenes. Das Turnen fällt an diesem Abend in den bezüglichen Abteilungen ans. In der Vorstandssitzung am 19. Juli legten die Herren Theobald Scholem und Richard Soldin aus beruflichen Gründen ihre Aemter als Vereinsturnwarte nieder. Der Verein verliert in diesen beiden Herren zwei Turnwarte ersten Ranges, beide waren überaus eifrig und pflichttreu und haben während der langen Dauer ihrer Tätigkeit dem Vereine grosse Dienste geleistet. Der Verlust trifft den Verein um so schwerer, da beide Herren zu gleicher Zeit aus dem Amte scheiden. Ihnen sei auch an dieser Stelle unser wärmster Dank für ihre selbstlose und eifervolle Tätigkeit im Dienste des Vereins gesagt. Herr Dr. Richard Blum, Oranienstr. 2 wurde vom Vorstand als I. Turnwart kooptiert. Die Expedition der Turn-

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