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Jüdische Turnzeitung · 1904-08-01 · 8 (8.1904) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
5 (1904)
Issue
8 (8.1904)
Date
1904-08-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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132 No. 8 national-jüdische Bewegung. Mit dem Munde Turner sein ist gar leicht, andern Lasten aufbürden ist noch leichter! Der Geist fehlt, der wahre turnerische Idealismus, das Gefühl, dass wir zu einer grossen Sache verbunden sind und daher die Pflicht haben, Schulter an Schulter dafür zu arbeiten! Möge jeder Verein in Zukunft das Seine tun, damit sich nicht wieder ereignet, was leider geschehen ist. Theobald Scholem, Turnwart der „Jüdischen Turnerschaft. * Bücke in die Geschichte unserer Turngeräte 1 Von Alfred Flatow. II. Barren. (ScUum.) Die Stütz- und Stemmübungen sind eingeteilt in: 1. Uebungen des reinen Stützes (Streckstütz und Knickstütz) und 2. Uebungen des gemischten Stützes (Liegestütz). Die Schwungübungen umfassen 178 Formen des Schwingens im Streck-, Knick- und Unterarmstütz, des Stützwechseins (während des Schwingens), des Stützeins und Stützhüpfens. Ferner zählen hierzu Stützkehre, Sitzwechsel, Scheeren, die verschiedenen Kehr- und Wendeabschwünge, halbe und ganze Kreise, Aus- und Etngrätschen, Ueberschläge und Rollen u. s. w. Die Hangübungen zerfallen in Uebungen ohne und mit Schwung. Bei Uebungen ohne Schwung werden angeführt: Ober- und Unterarmhang, Schwimmhang, Schwebehang, Ziehklimmen, Aufstemmen aus verschiedenen Hangarten, fünf Arten von Wagen, Ueberbeben aus dem Hange, Kniehang, Oberschenkelhang u. s. w. Bei den Schwungübungen: Verschiedene Ueberschläge, Schwungstemmen, Wippen mit aufgelegtem Oberarm, Fortgleiten, Rolle mit Armausbreiten, Ueberschub, Durchschub und als Anhang: Reitein, Sitzsprung und Spreizen im Barren. Die vierte Abteilung endlich: Barrenschwingen behandelt in ausführlicher Weise die Gruppe der Seitensprünge am Barren wie Wende, Kehre, Hocke u.s. w. Das Gebiet der Barrenübungen ist seitdem von vielen Turnschriftstellern bearbeitet worden und hat inbezug auf Stoff und Methode noch weite und grosse Fortschritte gemacht. Hier seien nur die diesbezüglichen Arbeiten von Ravenstein, Spies«, Lion, Böttcher, Frobberg, Maul und Puritz erwähnt, die alle dazu beigetragen haben, das Uebungsgebiet des Barren zu einem so gewaltigen zu schaffen, wie es uns heute vorliegt. Von weitgehendster Bedeutung nicht nur für die Existenz des Barrens, sondern überhaupt für die gesamte Weiterentwicklung des deutschen Turnens war der sogenannte »Barrenstreit," der besonders in den Jahren 1861—1862 die Gemüter erregte.

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