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Jüdische Turnzeitung · 1904-08-01 · 8 (8.1904) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
5 (1904)
Issue
8 (8.1904)
Date
1904-08-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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No. 8 131 Volksstamm nie und nirgends verbergen. An diese Juden wenden wir uns mit der Aufforderung, sich mit uns zu scharfem Protest zu vereinigen gegen den Unglimpf, der jüdischen Turnern von der jodischen Repräsentanz in Hannover angetan worden ist. An die jodische Presse richten wir den Appell, tatkräftig einzutreten für die ohne Grund schroff angegriffene schwächere Partei, und den jüdischen Repräsentanten in Hannover klar zu machen, dass es nicht ihre Aufgabe ist, der jOdischen Jugend einen Weg zu versperren, der zum Tempel der Liebe und Begeisterung fOr unser jüdisches Volkstum führen kann. Dr. Hermann Jalowicz, Schriftführer der „Jüdischen Turnerschaft". Die Turnfahrt der „Jüdischen Turnerschaft'' nach dem Riesengebirge (während der Pfingsttage) ist nur vom Jüdischen Turnverein „Bar Kochba"-Berlin ausgeführt worden. Die Mitglieder der übrigen Vereine haben leider nicht daran teilgenommen. Es ist dies umsomehr zu bedauern, als gerade das Riesengebirge wegen seiner zentralen Lage wohl geeignet ist für eine derartige gemeinsame Fahrt. Nur ein einziger Verein hat überhaupt auf die an alle gesandte Aufforderung geantwortet. Jeder Turner weiss, welche Mühe mit der Ausarbeitung und Durchführung einer solchen Reise verbunden ist. Er müsste auch wissen, dass gerade bei gemeinsamer froher Wanderung der Geist der Zusammengehörigkeit geweckt wird. Und dann — die erste gemeinsame Turnfahrt der „Jüdischen Turnerschaft!" Man hätte erwarten sollen, dass sich alle Vereine beteiligen würden! Traurig und beschämend ist das Resultat unserer Mühen. Wir hofften nicht auf viele, aber auf einige unserer Turnbrüder aus den anderen Vereinen rechneten wir bestimmt. Der „Bar Kochba" ist allein geblieben. Der Leitung der „Jüdischen Turnerschaft" ist nicht einmal eine Antwort geworden. Etwas derartiges darf sich nicht wiederholen, wenn wir uns nicht selbst zum Spott werden wollen. Ich wende mich an alle wirklichen Turner in unseren Reihen und fordere sie auf in ihren Vereinen dafür einzutreten, dass ein solches Vorkommnis sich nicht wieder ereignet. Schlimm ist es, dass es geschehen konnte, zehnmal schlimmer aber wäre es, wenn man in dumpfer Teilnahmelosigkeit die Arbeit der Führer zwecklos geschehen Hesse, ohne Interesse am Turnen, ohne Sinn für unsere 8»

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