Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 5 (1904)
- Issue
- 7 (7.1904)
- Date
- 1904-07-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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No. 7 »83 Notizen» Vom Zionistischen Aktionskomitee erhalten wir folgenden Aufruf: Zionisten! Unser grosser Fahrer Herzt ist gestorben! Der Schmerz um seinen Verlust ist in unseren Herzen so tief eingegraben, wie die Liebe, die wir für ihn empfunden haben. Der Schwur, der an seinem Grabe geschworen wurde, wir haben ihn alle geschworen. Er war einer der grössten und besten Söhne unseres Volkes seit Jahrhunderten. So lange ein Jude auf.Erden leben wird, wird Herzls Andenken leben, ruhmvoll und herrlich. In der Gegenwart und in der, Zukunft, im Goluth und in Zion wird sein Name Glanz und Ruhm und Ehre bedeuten. Der Führer ist tot, die Bewegung lebt! Wollt' ihr den Führer gebührend ehren? Ihr tut es dann am würdigsten, wenn ihr mithelfet, sein begonnenes Werk zu vollenden. Er hat eine furchtbare Lücke in unsere Bewegung zurückgelassen. Wir müssen alle in die Bresche treten, wir müssen alle unsere Kräfte anspannen, um sie, wenn auch nicht auf einmal, so doch nach und nach auszufüllen. Vor allem muss es unser Streben sein, die von Ihm gegründete Bewegung in Einigkeit fortzuführen und zu stärken, die von Ihm geschaffenen Institutionen zu fördern und auszugestalten und die von ihm gewiesenen und gebahnten Wege weiterzugehen. Gott helfe uns allen bei diesen Bemühungen! Wir haben bereits das grosse Aktionskomitee zusammenberufen, um das Datum des nächsten Kongresses festzusetzen. Bis dahin werdon wir nach der bewahrten Tradition und in Gemasshelt der Kongressbeschlüsse die Geschäfte welterführen. Zionisten! Wir erwarten von euch dl* lebhafteste Unterstützung. Tue jeder seine Pflicht, vor allem aber, Brüder, seid einig, einig, einigt Wien, 10. Juli 1904. Das Aktionskomitee: Dr. Kahn, Dr. Kokesch, big. Kremenezky, Aren. Marmorek. Tonten Im Lehrlingaheini von Pankow. Die im vorigen Helte gegebene Anregung, dass unsere Turner möglichst in alten geeigneten jüdisch-sozialen Institutionen die Idee einer vernünftigen Leibeserziehung zur Anerkennung und praktischen Einführung bringen sollten, ebenso wie dies neuerdings bereits in der Jüdischen Arbeiterkolonie" in Welssensee geschehen ist, gibt unserem Herrn Max Bendel Anlass zu folgendem erfreulichen Schreiben: „Auf Veranlassung des Herrn Max Wlllinski, Direktors des „Lehrlingsheims," Pankow, Mühtenstr. 20, der mich als Mitglied des Bar Kochba kannte, ubernahm ich es, seinen Zöglingen Turnunterricht zu erteilen. 40 junge Leute, im Alter von 14—20 Jahren turnen nunmehr in 4 Riegen regelmässig jeden Sonntag von 3—5 Uhr auf dem eigenen Turnplätze des Rankower Lehrlingsheims. Es werden in den 2 Stunden Marsch-. Frei-, Gerate- und Spielübungen vorgenommen. Der Platz (39X12 am gross), ist für dlesen-Zweck gut geeignet und hat nur den allerdings stark empfundenen Fehler