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Jüdische Turnzeitung · 1904-06-01 · 6 (6.1904) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
5 (1904)
Issue
6 (6.1904)
Date
1904-06-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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96 No. 5 gleichzeitig auch dem Zionismus grosse Dienste geleistet, insofern er den von weiten Schichten der Fernstehenden für pbilantropisch oder gar religiös gehaltenen Kern der zionistischen Idee in seinem wahren nationalen Wesen aufzudecken geholfen hat. Nochmals Repräsentanten und Jüdischer Turnverein Hannover. Der Leitartikel in unserem vorigen Hefte hat ein trauriges Stückchen jüdischer Assimilantenpolitik beleuchtet, das so krass ist, dass selbst das zahme Hamburger „Israelitische Familienblatt" sich kaum denken kann, dass unsere „Darstellung dem wahren Sachverhalt voll entspricht und ihn erschöpft." Ehe man über das Vorkommnis nicht authentische Daten auch von anderer Seite höre, lasse sich nur so viel sagen, „dass es natürlich im höchsten Masse unwahrscheinlich erscheint, dass die Vertretung der jüdischen Gemeinde Hannover an dem Worte „jüdisch" Anstoss nehmen" sollte. Das „Familienblatt" brachte denn auch an auffälliger Stelle eine ausführliche Darstellung der Vorgänge aus der Feder des authentischen Herrn Senators Leopold Fischer, die unseren „einseitigen" Bericht richtigstellen will. Ohne jeden weiteren Kommentar druckt das genannte Blatt die Fischer'schen Ausführungen ab und tischt sie damit so quasi als „Berichtigung" seiner ersten, von uns entnommenen Notiz den Lesern auf. Wir geben zunächst einen kurzen Auszug aus der Fischer'schen Zuschrift wieder, damit sich unsere Leser über die Richtigkeit unserer früheren Darlegungen selbst ein Urteil bilden können. Herr Senator Fischer schreibt: „Es ist richtig, dass ein Repräsentant unserer Gemeinde, der etn einflussreiches eifriges Mitglied des weit und breit bekannten — Ober 600 Mitglieder zahlenden Turnvereins „Turn-Klub Hannover" ist, eine Interpellation in der fraglichen Angelegenheit mündlich vorgetragen hat, und dass mit allen Stimmen — gegen diejenige des Vorstandsmitgliedes Dr. Hirsch — folgender Beschluss gefasst worden ist: Das Repräsentanten-Kolleg missbilligt den Namen und das Statut eines sogenannten Vereins, der sich „Jüdische Turnerschaft Hannover" nennt und bittet den Vorstand der Synagogen-Gemeinde, sieh mit dem Vorstande des Vereins in Verbindung zu setzen, um eine Aenderung der beiden betreffenden Punkte herbeizuführen. Herr Dr. Hirsch motivierte sein ablehnendes Votum damit, dass er das Repräsentanten-Kolleg nicht für befugt erachte, zu dieser oder ähnlichen Sachen Stellung zu nehmen.

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