Jüdische Turnzeitung
- Journal
- Jüdische Turnzeitung
- Volume
- 5 (1904)
- Issue
- 4/5 (4.1904)
- Date
- 1904-04-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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70 No.4 Philippopel T.-V. „Makabi" David Kaleff und Aron Manoach, Tatar Pazardjik „ „Ghedeon", Danon Aron und Molcho Avram, Küstendil „ „Samson", Schabat Barouch, Rustschuk „ „Makabi", Heinrich Abraham, Sofia „ „Samson", Manuel Nissim, Barouch Rachamin und Joseph Levy. Unter der Leitung des Delegierten Schabat Barouch, Lehrer in Küstendil, wurde nach eingehender Beratung ein Verbandsstatut angenommen, aus dem wir folgende Punkte hervorheben: 1. Sämtliche jüdischen T.-V., die in den Verband eintreten wollen, müssen zionistisch sein. 2. Sämtliche Verbandsvereine tragen den Namen „Makabi". 3. Sämtliche Vereine entrichten dem Verband frs. 25.— alljährlich; ferner auch 10% für Fonds von den Netto-Einnahmen bei Vorstellungen und Bällen, die die Vereine veranstalten. 4. Jedes dritte Jahr findet ein Turntag statt, an dem alle Verbandsvereine teilnehmen. 5. Als Mitglieder werden nur Juden über 10 Jahren aufgenommen. 6. Jeder Verein soll sich bemühen, das Turnen in den jüdischen Schulen als obligatorisch einzuführen. 7. Alle Vereine tragen gleiche Abzeichen, blau-weiss, und gleiche Turnuniformen, nämlich weisse lange Hosen, weisses Trikothemd mit kurzen Ärmeln und blauen Gürtel. 8. Alle Turner feiern am Jom-Schekel ihren Vereinstag. 9. Der Vereinsgruss für alle Vereine ist „Schalom*. 10. Das Vereinsjahr beginnt am Rosch-Haschanah (September). 11. Alle Verbandsmitglieder über 18 Jahre müssen den Schekel bezahlen. 12. Das Zentralkomitee befindet sich in Sofia, der technische Ausschuss in Rustschuck. Beide Mandate lauten auf drei Jahre. 13. Der Verband tritt mit der „Jüdischen Turnerschaft" und mit dem zionistischen Zentralkomitee in Fühlung. 14. Das Kommando soll in hebräischer Sprache gegeben werden. Die Konferenz hat ferner einstimmig beschlossen, während der nächsten Osterfeiertage in Philippopel schon den ersten Turntag abzuhalten. Es wurden gleichzeitig die vom Rustschuker Turnwart Herrn Heinrich Abraham für den Turntag vorbereiteten Pflicht-, Frei- und Gerätübungen durchgenommen und von allen Turnwarten gut eingeübt.*) — Wir beglückwünschen unsere bulgarischen Freunde zu dem schönen Erfolge, den sie durch ihre tatkräftige Entschlossenheit *) Wir erwarten demnächst Nachricht darüber und werden nicht verfehlen, eingehend zu berichten (Red.).