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Jüdische Turnzeitung · 1904-03-01 · 3 (3.1904) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turnzeitung
Volume
5 (1904)
Issue
3 (3.1904)
Date
1904-03-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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No.3 49 Sonst ist es in Galizien hie und da zu einem Anlauf zwecks Gründung eines Turnvereines gekommen, weiter auch nicht. Kein Zweifel aber, dass wenn einmal die begeisterte akademische Jugend von heute, von der allein ein Umschwung ausgehen kann, in Lebensstellungen eingerückt sein wird, auch die körperliche Hebung der galizischen Juden systematisch angestrebt und gepflegt werden wird. An Anregung hierzu fehlt es im Lande selbst wahrlich nicht! Die Polen, die herrschende Nation, weisen ein blühendes Turnwesen auf, gleichfalls von ihrer Intelligenz, Lehrern und Beamten, geschaffen. Ihre „Sokol^vereine, ein Hort nationalpolnischer Gesinnung, sind heute fast in jedem Städtchen Galiziens zu finden. Neben den Polen strengen sich auch ihre Widersacher, die Ruthenen, an, ihre MSokol"vereine zu fördern und zu entwickeln. Diesen Turnvereinen sind oft auch Fechtabteilungen angegliedert. Für die erwachsene Bevölkerung der nichtakademischen Juden Galiziens bleibt einstweilen das Hauptmittel, ihre körperliche Lage zu heben, das Schaffenvon Arbeit und Brot zum Sattigen. Doch lässt sich' das "Übel immerhin auch von anderen Seiten packen. So werden die Zionisten, wo sie — ihrem Programm gemäss — die Herrschaft in den Kultusgemeinden erobern oder schon innehaben, an den Ersatz der schauderhaften, krankheitsfördernden Mikwes durch moderne Badehäuser schreiten und überhaupt eine Reihe sanitärer Reformen einführen müssen, für deren Besprechung in einem Artikel kein Raum bleibt. Die Juden in Japan. Ober die Juden in Japan, das durch den ostasiatischen Krieg die Öffentlichkeit stark beschäftigt, erhalten jetzt die Blätter folgende, sehr interessante Mitteilungen: „Während wir mit Bestimmtheit annehmen dürfen, dass in China schon in den frühesten Zeiten Juden gewohnt haben, die sich aber im Laufe der Zeit mit den Eingeborenen so vermischt haben, dass es jetzt schwer ist, sie herauszufinden, so haben wir dagegen über Absiedlungen von Juden in Japan in früheren Zeiten nicht den geringsten Annaltspunkt Der Grund, dass fast gar keine Einwanderungen, selbst aus den nächsten Nachbarländern, in Japan stattgefunden haben, wird wahrscheinlich in 4er Lage des Landet zu suchen sein. Erst seitdem Forscher und Missionäre die Wege

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