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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1921-01-01 · 1-4 (1921) · p. Seite 8

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
22 (1921)
Issue
1-4 (1921)
Date
1921-01-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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8 losen und gib den Gedanken an eine Bestrafung nicht auf." Der Letztere war ein ,Tpn ein Essäer. Wohl zu jener Zeit mag das später von den Talmudisten oft gebrauchte Schimpfwort entstanden sein: ngit^ Tpn „ein Chasid ist ein Narr". Auf diese folgten ,"&GÜ ]? iTTIiT JehudabenTabaiund ]1yjp# ,nCDE^ ]3 Simon ben Setach. Letzterer war der Schwager des Hasmonöerkönigs Alexander Jannai, mit dem er mehrmals hart zusammenstieß. Der König wurde einst wegen eines seiner Sklaven, der des Mordes beschuldigt wurde, zur Verteidigung gezogei.. Bei der Verhandlung saß der König. Simon erwiderte ihm: „König Jannai, nicht vor uns bist Du hier, sondern vor Gott, stehe auf". Darauf der König: „Du bist hier nicht der Einzige der zu befehlen hat, was sagen die andern dazu?" — Die übrigen senkten ihr Haupt und schwiegen. „Möge Euch Gott Euer feiges Auftreten vergelten", rief Simon darauf, und nicht lange danach starben sie alle. Obwohl Bruder der Königin war er doch arm. Von seiner Gerechtigkeit und Strenge zeugt seine Verurteilung der 80 Hexen zum Tode; und als hierüber erbittert seine Feinde Zeugen gegen seinen eigenen Sohn, den sie eines Verbrechens beschuldigten, aufstellten, verurteilte der tief betrübte Vater seinen eigenen Sprößling zum Tode. Als sein'Sohn auf den Richtplatz geführt wurde, waren die falschen Zeugen von tiefem Mitgefühl ergriffen und erklärten dem Präsidium gelogen zu haben. Da wollte der Vater seinen Sohn befreien, doch dieser rief: „Vater, wenn es darum geht, daß Friede wieder in Israel einziehe, so vollstrecke das einmal gefällte Urteil!" In Ketub. 8 wird Simon die Einführung der „allgemeinen Schulpflicht" zugeschrieben. Sein Schwager Alexander Jannai, ein unwürdiger Nachkomme der Hasmonäer, auf den das Judentum mit Schmach und Schande zurückblickt, war nicht weniger grausam als die schlimmsten griechischen Thyrannen. 800 gefangene Pharisäer, er selbst wa r„Sadduzäer", wurden an einem Tage ans Kreuz geschlagen. Selbst die Frauen und Kinder der Verurteilten ließ er vor ihren Augen hinschlachten, während er selbst von Buhldirnen umgeben dem blutigen Schauspiel zusah. Er gab Anlaß zu schweren Kämpfen zwischen Pharisäern und Sadduzäern. Ein Lichtblick in seinem Leben ist, daß er vor seinem Tode all seine Taten bereute und seine Gattin, die ihm in der Regierung folgte, aufforderte sich mit den Parteien auszusöhnen. Sie tats und schaffte wieder Ruhe und Ordnung in das Land. Das vierte „Paar" waren ,rpyö£f Schern ajah und ("i^O?*? Aw" " t a 1 j o n. Ihre Synhedrialwirksamkeit fällt in die Zeit, da düstere und grauenvolle Gewitterwolken den Lebenshorizont des jüdischen Volkes zu umwölken begannen. Zu ihrer Zeit lebte der schwache König Hyrkan IL, der einen idumäischen Berater, den Antipater hatte. Er und sein großer Sohn, Merodes, waren Nachkommen, der einst von einem jüdischen Könige zwangsweise zum Judentum bekehrten Einwohner Idumäas. Die gezwungene Einreihung nichtjüdischen Blutes in unser damaliges Gemeinwesen rächte sich an unserem Stamme ungeheuerlich. (Davon später.) Der eben erwähnte H e r o d e s einst wegen eines schweren Vergehens vor Gericht geladen, erschien obwohl damals noch als Statthalter von Gallilaa in königlichen Gewändern und von einer Garde begleitet, weil er keinen guten Ausgang ahnte. Die Synhedristen und selbst der König waren darüber sehr entmutigt und stimmten für Vertagung des Gerichtes. S c h e m a j a h dagegen trat energisch vor den König hin, tadelte ihn und die übrigen und sagte in prophetischen Worten, daß alle vor Herodes Erschreckten einst durch seine Hand fallen würden; es geschah, wenn auch erst nach vielen Jahren, in der Tat so. Infolge der Beschränkung der Lehr- und Meinungsfreiheit jener 'eit wurde vielen Gelehrten ihr Amt geradezu verhaßt. Darum rief Schern'ajah:' rUtthS JTHfln b*) .ni:£"n DK n^ttSan n« 3^< „Liebe die Arbeit und

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