Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 12 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 36)
- Language
- German
- Belongs to
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36 appelliert an die Anwesenden, für die Intensivierung des Vereinslebens sich mit Nachdruck einzusetzen. Tb. P r e u ß (Gaya): fordert eine Prüfung der Vorturner, wie es am I. Turntage bereits beschlossen wurde. Er beantragt, daß bei der anläßlich des Kreisfestes stattfindenden Vorturnerprüfung auch besonderes Gewicht gelegt werde auf Kenntnis des Hebräischen, jüdischer Geschichte und Literatur und daß ein Nichtentsprechen in diesen Gegenständen eine Nichtzulassung zur technischen Prüfung zur Folge habe. Jeder, der am Kreisschauturnen teilnimmt, hat sich einer kommissionenen Prüfung zu unterziehen. Diese Wertung und diese Sichtung müsse mit aller Strenge durchgeführt werden, sofern man einen guten Verlauf desselben sichern will. Tb. Schuschny (Brünn) stellt den Antrag, der abtretenden K. L. den besten Dank für ihre Tätigkeit und das Absolutorium auszusprechen. (Wurde mit Beifall angenommen.) Er spricht den Delegierten das Recht ab, an die Tätigkeit der abtretenden K. L. irgendwie Kritik zu üben, da dieselbe von den Vereinen, wie aus den Berichten hervorgegangen, überhaupt nicht 'unterstützt wurde. Anschließend an die traurigen Ausführungen des Kreiskassierers beantragt er, der nächsten K. L. sofort und mindestens den Betrag von 25 000 Kr. zur Deckung der Schulden und der der großen Auslagen zur Vorbereitung des Festes sicherzustellen. Jede weitere Debatte erscheine zwecklos. Jeder Delegierte habe sich sofort zu entschließen und jenen Betrag zu nominieren, den sein Verein innerhalb der nächsten 6 Wochen der K. L. abführen könne. Das Geld muß und wird eingebracht werden-, es ist das Minimum an Mitarbeit, welche von den Vereinen verlangt wird. Die Debatte wird hierauf unterbrochen und Tb. Hugo Steiner (Prag) hält sein Referat über die Zusammenarbeit mit den Sportvereinen. Er widerlegt die so oft vorgebrachte Anschauung, daß Turnen und Sport wesensverseniedene Zweige körperlicher Betätigung sind, weist insbesondere darauf hin, wie wenig berechtigt eine Stellung des Sportes gegen das Turnen und umfekehrt ist, daß sich sogar bei richtiger Anwendung beide Zweige ergänzen, r berichtet über die Verhandlungen der Sportexekutive mit der Kreisleitung, die nach langen und schwierigen Verhandlungen endlich einen, wenn auch kleinen Erfolg gezeitigt haben: den gemeinsamen Arbeitsausschuß, dessen Statut der Relerent zur Verlesung bringt. Schluß der Vormittagssitzung. Um 3 Uhr eröffnet Tb. Oold die Nachmittagsitzung. Tb. Sonnen fei d (Brünn) spricht zur Kulturarbeit, über den Weg, der einzuschlagen wäre, um die Erlernung der hebräischen Sprache allen zu ermöglichen. Parteipolitische Angelegenhelten mögen fern gehalten werden vom Vereinsleben. In Angelegenheit der Zusammenarbeit mit den Sportvereinen vertritt er den Standpunkt eines gemeinschaftlichen Verbandes. Zum Kreisfest 1921 folgen darauf einige Anregungen. Schuschny (Brünn): Formuliert seinen bereits am Vormittag gestellten Antrag in Angelegenheit der Sanierung der Finanzen und fordert diesen als DringTichkeitsantrag sofort zur Beratung zuzulassen. Die anwesenden Delegierten stellen sicherlich die Besten ihrer Vereine dar und werden daher in ihren Vereinen etwa hier gemachte Zugeständnisse finanzieller Natur leicht verantworten können. Nach kurzer Geschäftsordnungsdebatte wird der Dringlichkeitsantrag Schuschny angenommen, und es wird beantragt, daß jeder Vereinsvertreter jenen Betrag zu zeichnen habe, welcher der Finanzkraft des Vereines entsprkait. (Wird angenommen.) — Es beginnt hierauf die Verlesung der Vereine und die Nominierung der Zeichnungen. Gezeichnet wurden ca. 12000 Kr. J e I i n e k (Hradisch. K. L) beantragt, die Zeichnungen sofort den Vereinen bekanntzugeben. Verweist auf die unumgängliche Notwendigkeit einer engen Zusammenarbeit mit den Sportvereinen und der Notwendigkeit eines eiimeitlichen Turn- und Sportverbandes. Baru (Brünn) fordert dasselbe, weist hin auf das gute Einvernehmen in Brünn zwischen Sport und Turnen. Er verweist auf die am 21. November