Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 12 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/6492385-5965084-5965422--953-4923732- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
33 Schließung durch jüdische Arbeit und für jüdische Arbeit in die Wege zu leiten. Auf die Wichtigkeit dieser Aufgabe des Nationalfonds hat der Keren Hajessod von vornherein dadurch Rücksicht genommen, daß er ihm 20°/o seiner Einnahmen zuweist. Die Aufgabe des Keren Hajessod ist es darüber hinaus, die übrigen grundlegenden Einrichtungen der jüdischen Volksgemeinschaft in Palästina sowohl kultureller wie wirtschaftlicher Natur zu schaffen und zugleich die dringendsten laufenden Ausgaben zu decken. So die Fürsorge für die Einwanderer, Beihülfe zu ihrer Ueberführung nach Palästina, Beschaffung von Unterkunft und erste Arbeitsmöglichkeit. Für diese lautenden Ausgaben darf der Keren Hajessod ein Drittel des Betrages aufwenden, der nach Abzug der 20<>/o für den Nationalfonds noch verbleibt. Der Rest muß in dauernden Anlagen angelegt werden, sei es in solchen allgemein nationaler Bede'utung wie Schulen, Krankenhäuser usw., sei es in solchen wirtschaftlicher Natur, wie Agrarbanken und sonstigen Kreditinstituten, für deren sachgemäße Verwaltung die ausführenden Persönlichkeiten des Finanzwesens bestehende Economic Council sorgen wird. Und während der Nationalfands weiterhin um kleinere und kleinste Zuwendungen wirbt, beschränkt sich der Keren Hajessod darauf, einmalige größere Vermögenszuwendungen und auf 5 Jahre begrenzte größere Zuwendungen aus dem Einkommen zu fordern: Je 10% des Einkommens und einmal 10<>/o des Vermögens. Spenden für den Keren Hajessod werden durch Zertifikate bescheinigt; die Inhaber der Zertifikate bleiben beteiligt an Verwaltung und Ertrag der wirtschaftlichen Anlagen. Die Arbeit in Palästina hat begonnen. Alle Tore sind geöffnet. Beim jüdischen Volke selbst nun liegt es, ob es die Gunst der Stunde ergreifen wilL Wird sie heute nicht ausgenutzt, so kehrt sie niemals wieder. E. M. Keren-Bajessod-Broschüre. Die Abteilung, für Zentraleuropa des Keren Hajessod (Berlin w". 15, Sächsische Straße 8) gibt soeben eine Broschüre heraus: Der Keren Hajessod (Palästina-Grundfonds), ein Leitfaden für die praktische Arbeit. Die Broschüre ist für die Vertrauensmänner, Arbeitsleiter usw. der Keren Hajessod- Aktion zur Orientierung bestimmt. Auf 29 Seiten entwickelt sie zunächst die allgemeine Situation, aus der der Keren- Hajessod-Qedanke hervorging, und gibt dann ein eingehendes Bild über die Zwecke des Keren Hajessod, über seine Struktur und Organisation, über die Technik der Aktion, über die freiwillige Dienstleistung für den Keren Hajessod, über das Verhältnis des Keren Hajessod zu den Landesorganisationen und zum Nationalfonds. Vertrauensmänner, welche noch nicht im Besitz der Broschüre sind, erhalten sie auf Anforderung. Von der Jüdischen Turnbemegung lo der Schmelz. In der Schweiz gibt es gegenwärtig 5 jüdische Turnvereine, die zusammen den Verband Jüdischer Turnvereine der Schweiz bilden. Während der Judische Turnverein in Zürich bereits anno 1908 gegründet wurde, ist der ~ ~ ■ ' il! Lausanne 1917. Der Verband J. T.-V. der Schweiz selbst, der insgesamt «nnen Mitgliederbestand von 450 Mitgliedern zählt, wurde am 24. März 1918 in Basel gegründet. Nur Basel und Zürich haben noch Damenabteilungen, Basel außerdem eine Jugendriege. Die Leitung des Verbandes wird durch ein Bureau mit Sw« .in Basel besorgt. Der übrigens sehr junge Verband hat bis jetzt noch *«ne Verbandsfeste mit Wertkämpfen veranstaltet. Die Sektionen Basel und 8ind zu Rleicn« Zeit Mitglieder des Kantonalturnverbandes Basel resp. Zürich und haben bereits mit Erfolg an Kantonaltumfesten teilgenommen. 12