Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 12 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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15 mäßigste Schlagtempo hat, das natürlich innerhalb bestimmter Zahlengrenzen variabel ist. Ich glaube, bewiesen zu haben, daß der Beschluß, der dem 1 - m- Boot den Vorzug gab, zum mindesten anfechtbar ist. Denn bei der ganzen Auseinandersetzung ist zu berücksichtigen, daß es sich um die Norm eines Bootes für Gigrennen handelt; man braucht dazu natürlich ein möglichst leichtes Boot, mit dem man auf kurze wie auf lange Strecken die größtmöglichste Geschwindigkeit erzielen will. Für das Tourenboot kommen ganz andere Eigenschaften in Frage. Größere Breite und damit größere Stabilität und mehr Raum zur Unterbringung des Gepäcks. Man fährt ja auch auf einer Tour nicht auf Geschwindigkeitsrekord. Aber auch hierfür genügt ein 90 cm breites Boot völlig. Das 1 m und 1,05 m breite Boot hat seinen Verwendungsbereich meines Erachtens ausschließlich auf den großen Binnenseen und als Seegig. Auf dem diesjährigen Rudertage hat sich denn auch der Vorstand des D. R. V. den gegen seinen Vorschlag im Laufe des Jahres erhobenen Bedenken nicht verschlossen und hat seinen Beschluß revidiert. Es wurde ein Normaltyp A. (78 cm) und ein Normaltyp B. (90 cm) für Rennen in Gigbooten geschaffen, und diese Boote wurden denn auch von den meisten Vereinen bereits im vergangenen Sommer fast ausschließlich gefahren. Zum Schluß noch einige Worte für die, die mit dem Gedanken einer Bootsbestellung umgehen. Man läßt zunächst ein breites Boot bauen, ich halte 90 cm breit, 10,75 m lang, für die besten Maaße. Die zweite Anschaffung muß unbedingt ein Riemenzweier sein. Er ist für eine gründliche und gute Ausbildung der Anfänger nicht zu entbehren. Auch das dritte Boot ist zweckmäßig ein 90 cm breiter Vierer. Erst wenn der junge Verein genügend Leute hat, um ein viertes Boot bauen zu lassen, wählt man den 78 cm breiten und 11 m langen Vierer. Alle Zwischenbreiten (80, 85 cm) halte ich für überflüssig. Man bleibt am besten bei diesen beiden Typen, vermeide jedoch, später ausschließlich schmale Boote bauen zu lassen, da man immer genügend für Anfänger geeignete Boote haben muß. Es ist ferner m. A. nach unzweckmäßig, bevor man einen gewissen Stamm an einigermaßen ausgebildeten Ruderern hat, Skullboote, — ich denke dabei vor allem an Einer und Doppelzweier, — zu kaufen. Dadurch werden die Kräfte von vornherein verzettelt, und es lernt weder jemand anständig riemen noch skullen. Und noch eins. Man lasse alle Boote möglichst von demselben Bootsbauer anfertigen; die Einheitlichkeit des Materials ist eine große Unterstützung für die einheitliche Ruderausbildung. Staffellauf. Ihr habt alle sicher schon einmal bei einem Sportfeste einen Staffellau f gesehen. Die verschiedenen Mannschaften sind auf die zu durchlaufende Strecke verteilt, am Start (Ablauf) stehen die. Ersten jeder Mannschaft mit dem Stafettenstab, der von Mann zu Mann im Laufe ubergeöenj möglichst v o r den anderen mitkämpfenden Mannschaften durchs Ziel gebräunt werden muß. . -,