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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 12 (1920) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
12 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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II leuchtend, daß der Gang des breiten Bootes weit ruhiger ist, als der des schmalen, denn jeder Laie kann sich vorstellen, daß ein breites Boot weniger rankt (= schaukelt), als ein schmales. In diesem ist also eine erhebliche Muskel- und Willenskraft lediglich auf das „Imgleichgewichthalten" zu verwenden. Diese Notwendigkeit fällt in jenem fort, die Kraft kommt der Ruderarbeit, d. h. mit anderen Worten der Schnelligkeit zugute. Wenn also das schmale Boot schneller erscheint, so ist das, immer nach Meinung des D. R. V. - Ausschusses, nur auf kurze Strecken der Fall, auf längeren schafft die größere Stetigkeit (d. h. das geringere Ranken) des breiten Bootes einen Ausgleich, so daß es bei Strecken über 20 km vielleicht sogar schneller ist, da seine Mannschaft länger frisch bleibt. Gegen .diese Gründe ist einzuwenden: das schmale Boot hat einen höchstens 10 cm größeren Tiefgang als das breite. Niemand wird behaupten, daß die geringere Ausweichmöglichkeit dieser um so wenige Zentimeter tieferen Wasserschicht nach oben einen auch nur unwesentlichen Faktor bei der Berechnung des Wasserwiderstandes darstellt, denn praktisch ist die Beweglichkeit dieselbe wie die der Oberfläche. Ich behaupte sogar, daß der Widerstand beim 78 cm breiten Boot geringer ist, als bei dem 1 m breiten, denn bei annähernd gleicher Größe der Widerstand hervorrufenden Räche, liegt die des schmalen Bootes zur Ueberwindung des Wassergegendruckes günstiger. "Es ist an der breitesten Stelle fast U-förmig gebaut, die beiden Bodenplanken liegen also fast wagerecht, die oberste Planke und der Dollbord sind dagegen senkrecht aufgesetzt, und Spitze und Heck lang ausgezogen. Dadurch teilt die Spitze das Wasser, der breite Körper aber gleitet.* Das breite-Boot ist dagegen „nur Gleitboot", da Spitze und Heck nur kurz sind. Dieses „Nurgleiten" ist aber m. A. nach ein Nachteil, denn das Boot klebt, da die breite Gleitfläche der Adhäsionskraft des Wassers größere Angriffsmöglichkeit bietet. Der Einwand, daß ja die Rennmotorboote als Gleitboote gebaut werden, ist nicht stichhaltig, denn erstens bedingt das Gleitboot eine absolut gleichmäßige Antriebskraft, die dem Ruderboot gerade fehlt, und zweitens macht sich auch dann der Vorteil des Gleitens erst oberhalb einer Mindestgeschwindigkeit bemerkbar, verschieden je nach Bauart des Bootes, die jedoch zu erreichen beim Ruderboot außer dem Bereich des Möglichen liegt. Es wird nun des weiteren für das breite Boot angeführt, daß seih geringeres Deplacement seine Schnelligkeit günstig beeinflusse. Maßgebend für die Menge also auch das Gewicht des verdrängten Wassers ist die Breite in der Wasserlinie. Ein 78 cm breites Boot hat gegenüber einem 1 m breiten eine nur 12 cm geringere Wasserlinienbreite, d. h. mit anderen Worten, ein Breitenunterschied von 22 cm bedingt nur einen etwas mehr als halb so großen in der "jjgaanaaoroaorCT IST PFLICHT JEDES NATIONALJUDEN ^SääSSämSB^^ß^S^SäS^SiBSSä^SSSö^Däää^^^^^ä 12

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