Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 12 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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12 2. Die Vereine sind verpflichtet, geordnete Mitgliederlisten zu führen, aus denen die genaue Zahl der versicherten Mitglieder ersichtlich ist. Pflichten nach Eintritt eines Unfalls: 1. Unverzüglich nach einem Unfall ist der Gesellschaft schriftliche Anzeige zu machen. 2. Unverzüglich, spätestens 'am zweiten Tage nach dem Unfall ist ein Arzt hinzuzuziehen. Vom Wassersport. Einiges über Ruderboote. Von Fritz \L n g e 1, Ruder-V. J. St., Berlin. Der Rudersport beginnt, sich auch in den Vereinen der Jüdischen Turnerschaft Freunde zu erwerben. Aus vielen Mitteilungen ersehe ich, daß mancher J.T. V. sich ganz gern eine Ruderabteilung zulegte, wenn das Rudern heute nur nicht ein so sündhaft teurer Sport wäre. Ein Riemenvierer kostet durchschnittlich mindestens 9000 Mark. Eine Bootsbestellung ist deshalb eine wichtige- Entscheidung, denn wenn man das nötige Geld mehr oder weniger mühevoll aufgebracht hat, muß man auch das richtige, d. h. das zum speziellen Zweck geeignetste Boot bauen lassen, denn Vierer und Vierer ist ein großer Unterschied. Ich möchte im folgenden eine Frage behandeln, die gerade jetzt die Ruderer lebhaft beschäftigt hat: ob das schmale oder das breite Gigboot geeigneter ist, offiziell als Normalboot für Gigrennen eingeführt zu werden. Schon vor dem kriege waren Bestrebungen im Gange, den Bau aller möglichen Bootstypen dadurchzu unterbinden, daß man vom deutschen Ruderverband (1). R. V.) aus einen Normaltyp für Rennen in Gigbooten einführte. Da zu Regatten in Gigbooten nur Boote in Normalabniessungen zugelassen werden, so ist die schnelle Einführung dieses Typs gewährleistet. Der Streit drehte sich nun um die Frage, ob man das möglichst schmale (78 cm breite) oder ein breites (1 m) Boot zum Normaltyp bestimmte. Der vorjährige Rudertag setzte einen Unterausschuß zur Prüfung ein, der sich auf das 1 m breite Boot einigte. Jch will gleich vorweg bemerken, daß diese Wahl m. A. nach durchaus verfehlt ist, und will versuchen, dieses zu begründen. Entscheidend für die Wahl des 1 m breiten Vierers waren folgende Gründe. Die größere Breite und der dadurch bedingte geringere Tiefgang verkleinere den Wasserwiderstand, da ja das Boot das Wasser nicht pflüge, sondern nur gleite. Dabei ist außerdem nur der Widerstand der obersten Wasserschichten zu überwinden, deren Beweglichkeit infolge der Möglichkeit des Ausweichens nach oben eine größere, deren Widerstand also kleiner ist. Auch ist es ohne weiteres «inrororaaroparopar^rra^ FÜR DEN LANDFONDS WERBEN ääSSSÖÄHiäraJQEOöö^^