Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 12 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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10 Das Ende des Krieges war unsagbar traurig. Eine ungeheure Zahl der Juden ist gemordet worden, Kinder wurden nicht geschont, Gefangene zu Tausenden auf die Sklavenmärkte geschleppt und verkauft. Auf der Stätte Jerusalems „der heiligen Stadt" wurde eine neue griechische Stadt „Aelia Capitolina" gebaut, und auf dem Tempelberg opferte man dem Jupiter. — Der Aufstand, der so erfolgreich für die Juden begonnen hatte, hatte sie in's tiefste Elend gestürzt. Der Staat, der Volkskörper war zerstört und tot, aber der Volksgedanke lebte. Er hielt damals die Juden aufrecht, er ist es, der uns heute aufrecht hält. Die Aufgabe unserer Generation ist es, Bar Kochbas Versuch in anderer Weise und auf anderem Wege wieder aufnehmend, der Volksidee, dem Inhalt, die reale Form zu geben. \7ersidierungsfrageD. Die Frage der Haftpflicht und Unfallversicherung unserer Mitglieder, die wir stets als eine unserer wichtigsten Aufgaben betrachtet haben, ist von der Kreisleitung in einer für unsere Vereine äußerst gunstigen Form zum Abschluß gebracht worden. Nun ist es Aufgabe der einzelnen Vereinsvorstände sich mit dieser Frage eingehend zu beschäftigen, um die Vorarbeiten Wer Kreisleitung wirksam zu machen. Jn der nächsten Vorstandssitzung eines jeden Vereins muß aluf der Tagesordnung die Versicherungsfrage stehen, deren Bedeutung noch nicht überall erkannt worden ist. Wir wissen, daß das Versäumnis einer Unfall-Versicherung nur auf das Fehlen eines günstigen Abschlusses zurückzuführen ist, und rechnen auf das Gefühl der Verantwortung, die auf jeder Vereinsleitung lastet, um einen unserer Organisation unwürdigen Zustand endlich zu beseitigen. Um nun den Vereinsvorständen die Besprechung über diese Frage zu erleichtern, sollen noch einmal.über Unfall- und Haftpflicht-Versicherung genaue Angaben gemacht werden: Zunächst muß man unterscheiden: Mitglieder unter 20 Jahren und Mitglieder über 20 Jahren. Um die Mitglieder unter 20 Jahren gegen Unfall und Haftpflicht pi versichern, werden die Vereine im besonderen Rundschreiben aufgefordert, sich in ihren Städten den „Hauptausschüssen für Leibesübungen und Jugendpflege" a nzuschliessen. Der Beitritt erfolgt unentgeltlich und bietest u. a. folgende Vorteile: H UlilRHMi 1. Unentgeltliche Versicherung alter Leiter von Jugendabteilungen gegen Haftpflicht, für Personenschäden unbegrenzt, für Sachschäden begrenzt bis 10000 Mark. 2. Unentgeltliche Versicherung aller Leiter von Jugendabteilungen g*8J-J| Unfall. Als Entschädigungssumme gelten: 1000 M. für den Todesfall, 6000 Mark für den Invaliditätsfall, 3 M. Tagegeld. 3. Versicherung aller Mitglieder zwischen 14—20 Jahren gegen Unfall mit einer Jahresprämie von lOPfg. pro Person. Als Entschädigungssummen gelten: 500 Mark für den Todesfall, 5000 Mark für den Invalidtfätsfalf, 1,50 Mark Tagegeld. Abgeschlossen zwischen dem preuß. Minister der geistl. und Unterrichts- Angelegenheit und der Frankfurter Allgemeinen Versicnerungs.-Akt.-Qes. Alle den „Hauptausschüssen für Leibesübungen und Jugendpflege" angeschlossenen vereine fallen in diesen Vertrag, wohlgemerkt nur für jugendliche Mitglieder von 14—20 Jahren* und deren Leiter. Haftpflicht-Versicherung für die übrigen Mitglieder über 20 Jahren is£ abgeschlossen zwischen der Kreisleitung und der „Securitas". Eingeschlossen in die Versicherung sind Haftpflichtansprüche, welche gegen Mitglieder des Vorstandes oder andere mit der Vornahme.von Vereinsobliegen-