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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 11 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
11 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 24)
Language
German
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24 Vom Fecfifsporf. Die Fechterschaft Bar Kochba, Berlin hat mit einer sehr intensiven Winterarbeit begonnen. Im Oktober beginnt ein Vorfechterkursus. Einmal im Monat soll ein Berliner Meister einen öffentlichen Fechtabend leiten. Die Teilnahme am hebräischen Sprachkursus der Fechterschaft ist allen Mitgliedern zur Pflicht gemacht. Schüler fechten in Dresden. Der Fechtsport, der an den höheren Schulen des ehemaligen Königreichs Sachsen eifrig gepflegt wird, hatte im September eine sehr geglückte Veranstaltung in Dresden zu verzeichnen. An dem Schaufechten und Wettkämpfen, zu denen 70 Meldungen vorlagen, beteiligten sich auch Damen. Im Schülerfechten siegten: Florett: 1. Poge(F. J.), 2. Kilias (K. F.), 3. Jung(F.S.). Säbec 1. Rolke (W. Q.), 2. Jung (S.A.), 3. Hirche (D. Sch.). Rundschau. Kameraden. Es gibt in Deutschland einen Sportverein „Kameraden", der sich bei genauem, ganz genauem Zusehen als jüdischer Sportverein entpuppt. Seine Gründung wurde, so entnehme ich Nummer 34 des „Hamburger Famihenblattes", notwendig, um (den deutschen Staatsbürgern jüdisciien Uluubens die Möglichkeit körperlicher Ertüchtigung zu geben, die ihnen der Antisemitismus der Spurtvereine nähme. Beiläufig! sei hier vermerkt, daß 30 und mehr Vereine in Deutschland weiterungslos Juden als gleichberechikjte Mitglieder aufnehmen. Von der Ausdehnung und dem Wirken der Kameraden haben wir bisher wenig bemerkt und es sehr unterschätzt. Sa sind sie von Seite 2 der Nummer 34 des „Hamburger Famiüenblartes" bis Seite 4 von 3000 auf 6000 Mitglieder angewachsen, ein immerhin beunruhigendes Ergebnis. Nichtsdestoweniger hat man sie auf Sportplät/en bisher nicht gesehen. Doch nunmehr kreuzen die K;imerade». unseren Weg. Hu^o Herzfeld warnt in derselben Nummer des oben genannter? Blattes die Leser vor jeglicher Unterstützung der SponplatzgcsellsChaft, denn ihr gehörten fast nur zionistische Vereine an. Hugo HerzfcTd gehört zu den Gründern der „Kameraden", die unsere Aufforderung, an dem Erwerb eines , Sportplatzes mitzuwirken, seinerzeit ablehnten! Hugo Herzteid gehört zu denen, über die sich ein K. Cer mir gegenüber jüngst folgendermaßen ausdrückte: „Wenn unsere Parteibonzen nicht wären, würden Zionisten und Nichzionisten bald zu einer Verständigung] kommen." Festzustellen ist: Die an der Sportplatz-'s gcscllschaft beteiligten national-jüdischen Vereine erstreben die körperliche Ertüchtigung des jüdischen .Volkes, speziell ihrer Mitglieder. Die Kameraden erstreben ebenfalls körperliche Ertüchtigung ihrer Mitglieder. Für sie ist der Sportplatz noch unerläßlicher pls für uns. Gemeinsame Arbeit kann die Erreichung des Zieles um vieles früher bringen. Wenn mein .Nachbar einen Brunnen gräbt, der auch mein, (Haus mit Wasser versorgen kann, dann störe ich ihn nicht ei der Arbeit, sondern helfe ihm im eigenen Interessiert .■; . . „Ja, aber der Zionismus." In Hugo Herzfelda Augen ist er offenbar eine Krankheit, deren Keime sich durch Aschenbahn und Gras übertragen. Dann aber muß es um die „Kameraden" sehr schlecht bestellt sein, wenn die bloße Berührungmit uns sie unserer Idee verfallen läßt. Oder sollte der Zionismus eine so starke Wahrheit sein, daß ein eventueller geistiger Nahkampf von vornherein als aussichtslos anzusehen ist? Sollte.........? Hans Katschke. Reichmann und Marcus. Die beiden Ringer des „Sportklub Hakoah" nahmen an den vom 4. bis 8. September in Wien stattfindenden Weltnreisterschaftskämpfen im Ringen teil. Sie waren hierzu von dem österreichischen Schwerathletikverband aufgefordert und vertraten die Farben Oesterreichs.

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