Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 10 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
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7 Als Alexander der Große aut seinem Siegeszuge durch Asien auch nach Palästina kam, versetzten die Kuthäer die Erzfeinde unserer Vorfahren zu jener Zeit, diese in große Angst und verleumdeten verläumdeten sie bei aem Herrscher. Das kitige und weise Handeln Simons aber bewirkte, daß Alexander ihnen nicht nur kein Leid zufügte, sondern sogar verschiedene Freiheiten zusicherte. Der Hohepriester zog in seinem Schmucke von den Edelsten Oes Volkes begleitet mit der Thora voran dem mächtigen Sieger entgegen. Uer König, von tiefer Ehrfurcht vor der glänzenden Erscheinung ergriffen stieg vom Wagen und beugte sich vor ihm. Den Erstaunten berichtete er, daß ihm das Bila dieses ehrwürdigen Mannes auf seinem ganzen Zuge im Traume gefolgt sei und ihm große Siege verheißen habe. Diesen Tag leierten die Zeitgenossen als einen Freudentag. Dem Helden zu Ehren wurden alle Neugeborenen jenes Jahres Alexander genannt, welcher Name sich bei uns Juden noch bis auf den heutigen Tag seit damals vererbt hat. (Prüfungsfrage: Wann war Alexander der Große in Palästina?) Trotz seiner Frömmigkeit wünschte er nicht, daß man sich der weltlichen Dinge entziehe, und war sogar ein scharfer Gegner der Askese und Gelübde, wie sie bei der damaligen Sekte der Nasiraer, später Essäer, üblich waren. Sein Wahlspruch lautete: nffc? vi e'lpq nfrpj Ssj rTtojjj Saj .n-jintj Sr ,ntfs n&tt? o-jyi (Wer von Euch ist imstande, diesen Satz zu übersetzen, wer weiß, wo er steht?) Es ist möglich, daß dieser Mann wegen seiner weltlichen Gesinnung seinen Beinamen auch von den Saduzäern o'prrc ) erhielt, doch soll das nicht behauptet werden. Am letzten Versöhnungstage vor seinem Tode merkte er, daß er noch in diesem Jahre sterben würde. Auf eine Frage, woher er das wüßte, antwortete er: „An jedem Versöhnungstag, wenn ich ins Allerheiligste schritt, begleitete mich eine Erscheinung in weißem Gewände Aus Dankbarkeit nahmen sie zum Teil dessen Lehre, an, anderseiUJ"e£en »ie aber noch ihren Götzendienst weiter. Als Esra nach seiner Rückkehr aus Babyton sich an den Tempelbau machte, wollten d ese Halbjuden sich .J^an. beteiligen, wurden aber von ihm zurückgewiesen, weil er absolut jede mit fremden Völkern vermeiden wollte. Die Folge davon war, daß sie überdie Juden erbittert wurden, sie beim Perserkönig verleumdeten, am TeinpeiwerK hinderten und aut dem Berge „Gerisim" einen eigenen Tempel erbauten ^le haben sich nie voll zum Judentum bekannt Zur Zeit Alexandere des Großen gaben sie sich sogar als- „Phönizier" aus und zur Zeit des grausamen An-r'flÄ tpiphanes nahmen sie vorübergehend den Götzenkultus wieäer an Ta'mud gestattet nicht, daß man einen solchen zum „Minjan" (die noi*?nd%*"l£ll?l 10 männlichen Juden, um im Tempel vorbeten zu können hinzuziehe - Sne habensich zah bis in die Oegenwart erhalten (noch 150 Seelen etwa in Stehern) ^und'besitzen die angeblich älteste Thora. Ihre Schrift, die samantanische, ist die älteste hebräische Schrift. „ jx „ iU . 7) ema — Sam »ritaner. Sie stammten aus der Stadt Ruthas und waren Heiden. Nach der Zerstörung des Reiches Israel flüchteten sich nur wenige von den 10 Stämmen zu ihnen und nahmen auch ihren Kult an AK sie einst von einer Löwenplage befallen wurden, riefen sie e.ine.n„£dnl8*«^Sf zu sich, der sie in kurzer Zeit von dieser Not befreite und die Löwen verscheuchte. 8) lieber Pharisäer, Saduzäer und Essäer wird später ausführlicher noch «esprochen werden. '10 '