Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 10 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 48)
- Language
- German
- Belongs to
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8 hinein und wieder heraus, diesmal dagegen war sie schwarz gekleidet und zog nur mit mir hinein". Mit Eintritt des Laubhüttenfestes wurde er krank und starb nach sieben Tagen. Er war zugleich Hoherpriester und Schriftgelehrter, als letzterer der erste der Tannaiten (s. v.). Nach seinem Tode hörte man auf, den Namen Gottes, nw Adonai, so auszusprechen, wie er geschrieben steht, weil man irgendeine Mißdeutung oder Entweihung desselben durch das allmählich überhandnehmende Griechentum befürchtete. (Fortsetzung folgt!) Daoids Tod.** von Karl Glaser. Der Prophet Nathan schritt durch die kleine Pforte am Königsflügel des neuen Zedernpalastes, die nur die nächsten Freunde des kranken Herrschers benutzten. Joab vertrat ihm den Weg. „Du kommst vom König, Priester." „Keine Veränderung", sagte Nathan, der einer Unterredung ausweichen wollte, „keine Veränderung. David ist matt, aber er wird leben. Ich eile selbst zum Arzt, zu dem Tyrer, der die Tränke mischt." „Was Ihr mischt, ist mir gleichgültig", antwortete der Feldhauptmann, „Gutes ist es nicht. Du sperrst den Herrn ab von seinen Freunden. Seit er krank ist, hältst Du ihn gefangen." „Ich weiß, daß Du mir immer Feind warst, Joab; Du bist ungerecht. David braucht Ruhe." „Ruhe? Ich bin besser bedient, als Du denkst, noch weiß ich, was im Palast vorgeht!" „Üu setzt mich in Erstaunen. David ist ein Oreis, seine Kräfte schwinden, je"er Laut kann ihm schaden. Man pflegt ihn, tut alles, das kostbare Leben zu wahren. Ist das verdächtig?" „Seit jener Ohnmacht, die den König niederwarf, is* niemand mehr zu ihm gekommen, der Dir nicht paßte und Deinem Klüngel. Nicht einmal seine Söhne; Adonijah . . ." „Ist wild und laut . . ." i»^,zjf mich nicht und schweige! Du lauerst auf des Königs Tod und sorgst, daJi niemand Deinen Einfluß stört. Adonijah ist kein gefügiges Werkzeug in Deiner Hand, der jüngste, der schwächste der 'Prinzen sofl die Krone:1. * ." »S° ist des Königs Wille." „Schweig"! Ich rate Dir schweig'! Noch spiele ich Priester. — Ich sage, David weiß, was Du planst und sucht das Reich zu sichern. Er ruft nach seinen Räten, aber die sind fern von ihm; nach seinen Kriegern, die mit ihm den Staat schmiedeten, aber man läßt sie nicht an sein Lager. Ja, Nathan, ich habe Orund, dafür zu sorgen, daß unser Werk nicht zu Schanden werde unter weichlichen Priestern und flaumhaarigen Knaben!" Nathan Ob**' legte, er suchte immer noch, den Bruch zu meiden: . „Niemand bestreitet Dem Verdienst, und ich beuge mich dem Gewicht Deiner Taten. Wir wollen das Beste, beide; auf verschiedenen Wegen. Dein Weg ist nicht der rechte, Joab. Du kennst Adonijah nicht, der nach Deinem Wirten einst aut Davids1 Stuhle sitzen sofl. Er ist ein Krieger: furchtlos und fürchterlich im Streit. Aber er »t nicht weise. Ehrgeizig ist er und ruhetos; das Blut des Volkes scheint Ihm billig. Er richtet seine Augen auf Aegypten, Gosen nennt er verlorenes Erbgut unseres Volkes. Ihn blendet die Krone der Pharaonen." „Besser im' Kampte *) Icn mache alle jüngeren Turnbrüder und Turnschwestern aut das jüngst von der Bundesteitung des „Blau-Weiß" herausgegebene „Werbeheft" aufmerksatn, dem dieser Artikel entnommen ist, und das in allen jüdischen Buchhandlungen zu haben oder auch von unserer Redaktion bezogen werden kan»r Manche der dort gebrachten Aufsätze sind auch für uns Turner, die wir ebentaJ* wie sie zur „nationaljüdischen Jugendbewegung" gehören, hoch** interessant und lehrreich. Die paar spezifischen Wanderbilder werden uns durchaus nicht stören, Preis 4,— Mark.