Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 10 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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- Haifa 1× ep/1047930
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7 Ghaluzofh. Von Ernst Herrmann, Haifa. In meinem vorigen Artikel1) gedachte ich der Pioniere, die um die Befreiung ihres Volkes vorzubereiten ins Land der Väter kamen und als Vorkämpfer der neuen Zeit während des Weltkrieges starben. Jetzt hat der Zionismus sein politisches Ziel erreicht und viele seiner Anhänger, die in aller Welt für ihre Ideale eintraten, als die Verwirklichung noch ein schöner Traum war, rüsten sich, um teilzunehmen an dem grossen Werke des Wiederaufbaues unseres Volkstums in Erez Israel. Aber dieses Werk kann unmöglich gelingen ohne die Mitarbeit der Frauen. „Es ist nicht gut, daß der Mensch allein sei" — diese alte Wahrheit gilt in Palästina noch mehr als anderswo. Ohne die opferbereiten und tatkräftigen Frauen hätte der „neue Jischuw", diese grosse Grundlage, auf der jetzt weiter gebaut werden soll, nicht entstehen können. Ohne Frauen ist die neue Arbeit nicht denkbar. Auch der Weltkrieg hat manche Erfahrungen gebracht und uns gelehrt, daß wir nicht daran denken dürfen, etwa auf lange Zeit hinaus große Massen von jungen Männern allein an die Arbeit zu stellen. Wir müssen eine soziale Ordnung schaffen, die Jedem das Recht auf Arbeit und ein ausreichend bemessenes Existenzminimum gewährt, um die Frühehe zu ermöglichen als Basis der „Sexualethik der jüdischen Wiedergeburt-)." (Vergl. auch den Artikel des Verfassers in der „Jüdischen Rundschau" Nr. 14, Jahrgang 1920: »Das Arbeitsheer".) Nicht nur die Frauen sind uns in Palästina willkommen, die mit dem „ p i oc h e " 3> in der Hand den alten Boden bearbeiten, sondern auch alle diejenigen, die in irgend einer andern Art ihre Geistes- und Körperkräfte in den Dienst der großen Sache stellen, "den Männern hei ihrem schweren Werke zur Seite stehen und die Mütter der neuen Generation werden — des ersten Geschlechtes der Freiheit. Auch die sozialen Aufgaben dürfen nicht vernachlässigt werden, die ohne die Frauen überhaupt nicht zu lösen sind. Als Vorbilder können ihnen manche Frauen dienen, die bisher in Palästina gewirkt haben; Frau Dr. M a i s e I - S c h o c h a t, die -— i •/. l) „Chaluzim", Nr. 3 der „Turnzeitung", Marz 1920.;! Siehe Hans Qoslar's gleichnamiges Buch. Berlin 1019. Jüdischer Verlay ,1) I>it schwere Pflanzhacke zur Bodenbearbeitung, das Universalinstiunitnt '» f.*an/. Asien. bringt uns unstrem Ziele näher. *m '■ 0