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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 9 (1920) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
9 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 28)
Language
German
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28 hinter einem noch kleineren Rekordmann her, weil er ihr die Rennkorke« geraubt hatte. Die Platzordner waren ohnmächtig, und man wird beim nächste« Mal rigorosere Maßnahmen treffen müssen, um derartiges zu verhindern. Die Pausen zwischen den einzelnen Konkurrenzen waren viel zu lang, und Wurf* wie Sprungübungen fanden zumeist gleichzeitig mit den interessantesten Läute« statt, wodurch aller Aufmerksamkeit sich nur auf die Letzteren konzentrierte, und alles übrige außer den Freiübungen unbeachtet blieb. Vielleicht wfauch die unglückliche Anlage der Wurf- und Sprungbahnen auf dem Teutonia- Platz zum Teil daran mit Schuld. Trotzalledem konnte ich feststellen, daß die Leistungen sich gegen München bedeutend gebessert haben, und auf den Laie» einen guten Eindruck hinterließen. In der Hoffnung, daß Dich mein Bericht befriedigt, bin ich mit treujüdischem Turnergruß Dein Siegbert Riesenfeld J. T.-V. Bar Kochba, Kattowitz. Auszug aus einem Berichte Dr. Bolzers - Breslau. Nach der vorher allzuscharfen Kritik unseres Turnbruder» Friedländer kommt uns die folgende wie eine Erholung. (D. R.) Nach langen, auf allen Turn- und Sportorganisationen schwer lastende» Kriegsjahren hat auch für den deutschen Kreis der Jüdischen Turnerschaft dieses Jahr wieder den Zusammenschluß gebracht. München, Chemnitz, Leipzig, Haneburg stärkten durch ihre veranstalteten Feste unser Band. Am 22. August d. Js. führte uns Berlin zum Turn- und Sportfest zusammen. Wenn auch das Hamburger Fest an und für sich viel besser war als das letzte, so waren dod» die Leistungen hier verglichen mit den dürftigen Münchener und Hamburger Musterriegen natürlich viel größere. Auf dem Sportplatz fiel der Mangel an Selbstdisziplin der Sportler unangenehm auf. Das Sportfest bot ein sehr reichhaltiges Programm mit besonderer Berücksichtigung der Jugendlichen; die Berliner machten darin de» Hamburgern schöne Konkurrenz. Alles in allem haben wir ernst zunehmende Sportleistungen gesehen, und dieses Turn- und Sportfest hat viele wieder zusammengeführt. Nach der Ansicht vieler war das Turn- und Sporttest die beste und gelungenste Veranstaltung auf diesem Turntag. Dem Bar Kochba- Berlin gebührt für die große Arbeit ein herzlicher Dank. Der Verein, bei dem der Turntag das nächste Jahr stattfindet, wird uns dabei hoffentlich noch mehr g^eseJUge und gemütliche Veranstaltungen bringen. Bis dahin auf zur eitrige" Bücherschau. Der Jude. Eine Monatsschrift. Herausgegeben von Martin Bub e _r. „Der Jude" wird im neuen Jahrgang, dem fünften, eine weitgehende Umgestaltung und Erweiterung erfahren. Trotz der außerordentlichen Schwierigkeiten bei Herstellung und Papierbeschaffung wird der Umfang der ein.J zelnen Hefte stark vergrößert werden. Die Vergrößerung insbesondere der Einführung einer Umschau zugute kommen, deren einzelne Rubriken ständigen Referenten zugewiesen wurden und die nachfolgend ge" gliedert ist: . 1. Leben und Bewegung: Politik (Dr. Siegmund Kaznelson)- — Zionismus und nationale Bewegung (Dr. Nachum Ooldmann). — tl Wirtschaft: (Ref. f. d. Osten Nathan Szwalbe; Ref f. d. Westen Ernst Kahn). — Jüdische Arbeiterbewegung (Berl Locker). — Sozialismus Markus Reiner). — Emigration (Dr. A. Qranowsky). — Kolonisation (Dr. Nathan ben Nathan). — Jugendbewegung (Dr. Siegfried &et.?~ f e I d). — Religiöses Leben (Dr. Robert W, e 11 s c h). — Erziehung und VolKS" kultur (Moses Calvary). — Berichte von jüdischem Leben: (Ständige t»" richte aus Palästina, Polen, Ukraine, Oroß-Rußland, Deutschland, DcutWJn- Oesterreich, Tschechoslowakei, Großbritannien, Amerika). — Hebräische Literatur: (in Palästina. Dr. Hugo Bergmann; in der Diaspora Meir Wiener)- — Jiddische Literatur (Fritz Mordechai Kaufmann).

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