Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 9 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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2* . 2. Forschung und Erkenntnis: Rassenkunde (Dr. Elias Auerbach). — Völkerpsychologie (Dr. Elias Hur wie z). — Soziologie i(Dr. Gottfried Salomon). — Judaistik (Dozent Dr. Harry Torczyner). ^— beschichte (Hans Kohn). — Philosophische Literatur (Dr. Felix Weltsch). — Statistisches. 3. Meinung und Erörterung: Judenfrage (Arnold Zweig). — Hevue der Presse. Ueberdies soll der Hauptteil der Zeitschrift durch besondere Berücksichtigung wissenschaftlicher Einzelfragen und aktueller geistiger Problerne, sowie aurch geschichtliche Darstellungen an Sachlichkeit und Aktualität gewinnen. Außerdem werden in diesem Jahrgang der Monatsschrift ganz besonders behutsame und interessante Dokumente aus der Geschichte der ^'onistischen Bewegung, insbesondere Briefe und andere Manuskripte Theo (To r Herzls veröffentlicht werden. „Der Jude" erscheint ab April im Jüdischen Verlag, Berlin. Die berliner Redaktion führen Dr. Siegmund K a z n e 1 s o n, und Dr. Max Strauß. ... Der Abonnementspreis (beträgt pro Vierteljahr: Für Deutschland Mk. 15.—,, •ur Deutsch-Oesterreich und Ungarn Kr. 40.—, für die Tschechoslowakei Kr. 18, ™r Polen poln. Mark 35.—, für die Schweiz Frcs. 7.50, für Holland holl. Gulden . Bestellungen sind an den Jüdischen Verlag, Abtlg. „Der Jude", Berlin W. 15, Sächsische Straße 8, zu richten. ^r'tz Kahn. — Die Juden als Rasse und Kulturvolk. — Welt-Verlag, Berlin. , Die Zahl der Bücher, die sich mit der jüdischen Rasse und ihrer Kultur)* 'ähigkeit befassen, und dieses Thema in der Form des Gegensatzes zu den; Arier- und Germanentheorien abhandeln, ist um ein weiteres vermehrt worden. Man kann nicht sagen, daß das Buch von Fritz Kahn inhaltlich Neues brächte. Wer Hertz, Judt und Zollschan kennt, wird keine großen neuen Gesichtspunkte entdecken. Aber eine solche Wirkung war auch wohl nicht die Absicht des Verfassers. .. _ Was er geben wollte, sagt er selbst: „Ein Lehr- und Wehrbuch all denen,, 0|e sich ohne große Opter an Zeit und Lernensmühe über die Juden als Rasse und Kulturvolk unterrichten wollen. Seine Absicht ist ausgezeichnet gelungen. Die Verkünder arischen fr. germanischen Rassenadels werden in scharfen Antithesen ad absurdum. vTi' Grundlinien aller objektiven Rassentorschune' autgezeigt, und von starker Liebe zum jüdischen Volke beseelt, entwirft der Verfasser ein leuchtenfles Bild jüdischer Kulturarbeit. . Für die Kreise des Bar Kochba treffen die Voraussetzungen des Verfassers ganz besonders zu. Es kann allen daher aufs wärmste empfohlen Verden. Dr Bruno Mahl er: Die Grundlagen praktischer Leibesübungen, Verlag. Theodor Thomas in Leipzig. , Voraussetzung und Grundlage für das Betreiben von Leibesübungen ist «"gesehen von der Kraft die Technik. Unter Technik einer Uebung versteht JJJ*n»die zweckmäßigste Ausführung, um mit der eingesetzten Kraft die größtmöglichste Leistung zu erzielen." Um die Technik einer Uebung möglichst VrtH-?mmen zu beherrschen, und um diese Kenntnis individuell zweckmäßig und vorteilhaft anwenden zu können, ist es nötig, daß man ihren Sinn vollkommen Jjßtanden hat; denn die Technik baut sich auf Gesetzen auf, die uns die vjathematik, Physik und Physiologie lehrt. Eine Beherrschung der Grundzüge rjtjser Wissenschaften ist daher nötig, um die Technik einer Uebung voll- EWnmen verstehen und in jedem Einzeltall richtig anwenden zu können. Das °ucn von Dr. Mahter stellt einen Versuch dar, dem Sporttreibenden, der nicht «Der die mathematischen und physikalischen Kenntnisse verfügt, diese zu verjnitteln. Die Arbeit zeigt aber auch ferner, daß es möglich ist, aut dieser "leoretischen Grundlage aufbauend, praktisch die Technik der einzelnen Uebungen S? vervollkommnen. Natürlich geht dies nur, wenn Theorie und Praxis dauernd, "and in Hand gehen. Es wird m den allerseltensten Fällen geschehen, daß •nan rejn zufäi(jg instinktmäßig eine Uebung immer technisch richtig ausfuhrt.