Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 9 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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t3 anderen, Kritik für unsere Erfolge, können uns vor Überschätzung und falscher Einstellung unserer Arbeit bewahren; sie können uns aber auch davor schützen, gewonnene Positionen zu räumen. _ Heute, da Wanderbewegung und Sportinteresse eure fast uterlose Entwicklung -genommen haben - ich habe auf dem Turntag ausgeführt, War» ich die eigentliche Gefahr für die Jüdische Turnerschaft in der Völligen Dissoziation der ,Sportinteressen sehe —, heute ist es sehr bequem, mit jugenaarbeit schnelle Erfolge zu erzielen. Das kann jeder. Das Können auch die Kameraden und die neutralen Jugendbünde. Ich lege Wert darauf, testzustellen, daß nach deren Angaben, die ich nicht zu bezweifeln das Kecht habe, ihre Stärke fast der unseren (J.T. und Blau-Weiß) gleich sind Die tendenziösen Erfolge dieser Konkurrenz schätze ich wohl zu recht nicht noen ein; ich hüte mich aber, die unsrigen zu überschätzen Der Bau-Wei» ist nicht etwa durchgängig auf erträglicher Höhe — nach dem Urteil «lauweißer — und die Jugend der Turnerschaft ebensowenig. Daraus Kann nur gefolgert werden, daß wir unsere Arbeitsmethoden bessern, daß wir mehr Arbeit an unseren Jungeren und den -wenigen für die Jugendarbeit geeigneten A eiteren fordern müssen. Es hieße aber, das Kind mit dem Bade ausschütten, wollte man wie jene Freunde die Konsequenz daraus ziehen, alle Arbeit tur und an Erwachsenen aufzugeben. Zunächst eignen sicli nur wenige von mnen zur Jugendarbeit (ihrer neuen Aufgabe nach Simon u. Genossen); sodann wäre es doch purer Unverstand, den Aelteren zu sagen: wir haben keine Zeit oder Gelegenheit für Euch. Wer darf es wagen, Leute bestimmter Altersstufen einfach abzutun? Dies Vorgehen müßte sofort zur Neugrunclung von Vereinen führen, und die gleiche Konstellation stünde vor uns. Dieses Spielen mit dem Aufgeben aller B.K.-Arbeit außer der Jugendarbeit ist Worti-etischismus trauriger Art,, wie das Wort von der Intensivierung. Niemand wird etwas dagegen haben, wenn mehr Arbeit verlangt wird, mitzuarbeiten, aber -wenn die erste Mehr-Arbeit im Niederreißen geleisteter Arbeit bestem, dann wird man mißtrauisch werden müssen. Und dazu haben wir alle« Grund. Wie berechtigt dieser Vorwurf ist, konnte man aus den krampfartigen Bemühungen 'ersehen, jenen Antrag ganz anders zu begründen als er wörtlich lautete und immer wieder darauf zu verweisen, daß Iiier „etwas prinzipiell Neues" gefordert würde. , , ,. . Das Neue, was wirklich zu fordern ist, besteht aber in der Mehrarbeit, nicht in der Beschränkung unserer Arbeit. Noch ein Wort über ein gefährliches Mittel im Widerstreit der Meinungen. Nichts ist in einem Kreis von Menschen, welche nur idealistische Ziele zusammenhalten, gefährlicher als Abstimmungen, nichts verhängnisvoller als Siege bei Abstimmungen! Sie führen nur zur Verbitterung oder Gleichgültigkeit. Es sollte sie bei uns am besten nicht geben! Disziplin aber übt wahrhaft derjenige, der es auf sich nimmt, sich Schkgworten entgegenzustellen, auch wenn sie einmal von einer zufälligen Mehrheit akzeptiert werden. Auf einem Turntag wie diesem, wo von 30 Vereinen ein volles Drittel unvertreten war, und eine Anzahl anderer von der einen Richtung mitvertreten wurde. Jene Flucht ausser O e f f e n 11 i ch k e i t aber sollen al e diejenigen verhindern, die, in d:r Jüdischen Turnerschaft noch ein wirksames Instrument der jüdischen Erneuerung sehen.___ Phnfn . Annarafo - St«t« vorteilhafte v HEB. MKll* tfÄ « a*i.»«"H.a.»»»f lämmn, Prpi3h'af" , H8K& Rodenstoek - Berlin All?Ärp P.h0Ht0"B8darf nHHflHI Friedrlchstr. 59-60,E.Lelpz Str. Alle Arbeiten sauber pre.swert MMMMWIP Lelpz. Str. 10-12, E. Friedrlchstr. und schnell. ^SQ^HKa Rosenthaler Strasse 45, Nähe Prismengläser Hackescher Markt ^Original-Fabrikpreisen. ^^"""^■■■a^^ JoachimsthalerStr.44,Bhf.Z Q. Verlangen Sie bitte unser Angebot. ———————— 9