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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 9 (1920) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
9 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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1t Antrag betr. Vereinsliederbuch (s. Münchener Beschlüsse) wird nach kurzer Debatte in folgender Weise erledigt: Es wird eine Kommission gewählt: Arthur Loewen.stein -Berlin, Leo Rosenblüth - Berlin, Lief- Köln, Alma Moses - Frankfurt a. M., £Ise H art ma n n - Kattowitz, L e i ser-Berlin. Nach Besprechung und Begutachtung durch diese Kommission soll der Kreisvorstand das Liederbuch unter sachverständiger Bearbeitung herausgeben. Ein <A ntrag, das „Goldene Buch" abzuschließen, wird angenommen. VII. Es werden nun die Vorschläge zur Vorstandswahl gemacht: Dr. T u ch , (Vorsitzender; Klötzel, Werbearbeit; Julius Hirsch, Kasse; Süßmann Muntner, Zeitung;*) Hans Kuhn, München, Turnwart; K i k o 1 e r, Sportwart. M1 u n t n e r erklärt ein Amt nur dann annehmen zu können, wenn der gesamte Vorstand lund damit auch der Kreis-Turnwart in Berlin ist. Ki'kolergibt die gleiche Erklärung ab. Dr. Tuch ist erstaunt, daß man ihn zum Vorsitzenden wählen will, während doch die ganze prinzipielle Diskussion dahin ging, die Alten möglichst auszuschalten. Er käme höchstens als Beisitzer in Betracht. ' Klötzel stellt den Widerspruch fest, der darin liegt, daß der Turntag mn wählen will, der doch durch die gefaßten Beschlüsse die Richtung E. S. I. «ingeschlagen habe. Scholem hält den Unterschied in den Richtungen fü>■ wehr theoretischer Natur. In der Praxis würde sich Vieles ausgleichen. (Unterstrichen!" D. R.) Nach längerer Diskussion und diversen Vorschlägen wird der Vorstand wie folgt gewählt: Als I. Vorsitzender: Ch. Z. Klötzel; als Turnwart: Julius Hirsch; ferner Dr. Tuch, Heinrich Kuhn, Süßmann Muntner, Max Kikoler, Grete <-»roß. Dem Vorstand bleibt es überlassen, die übrigen Ressorts unter sich zu verteilen. Chemnitz, Sport-V. J. St. und Ifftus enthalten sich der Abstimmung, Breslau der Abstimmung bei der Wahl des Turnwarts. Klötzel dankt dem Turntag im Namen des neuen Vorstandes, insbesondere Theobald Scholem und dem Turntagsbüro für die geleistete Arbeit. Schluß der Tagung 10 Uhr 30 abends. Die Stellung des ßamburger Bar Kodiba zum 8. Turntag. Von Dr. Danziger - Hamburg. Das Bild auf diesem Turntag war wenig erfreulich. Während in den y.*Jejnen die Meinung bestand, der Vorstand hätte versagt, suchte eins seiner Mitglieder mehr kühn als glücklich zu beweisen, die Vereine träfe alfein m** ciul<* und darum machten die bisherigen Vorstandsmitglieder nicht mehr m». Das heißt doch aber gar zu deutlich aus der eigenen Not eine Tugend wachen 1 •) Ich fliabe eine etwa vorgeschlagene Neuwahl in den Vorstand wieder anzunehmen beschlossen, trotzdem ich jener „Opposition" angehöre, die der ab- K^tene Vorstand dem neuen gegenüber darstellt, um die Mitarbeit dieser *«aitung zum Ausdruck zu bringen, obwohl sie ihre Ziele für gegenwärtig un- «reichbar hält. Ich weiß, daß die scharfen Forderungen in einer so kurzen £eit und bei so geringen Arbeitsmitteln, wie sie uns gerade im letzten Jahre nur zur Verfügung standen, nicht durchführbar gewesen sind und möchte «arum die Flinte nicht gleich ins Korn werfen.

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