Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 9 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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10 Bei den Anträgen 5, 6 und 48 (betr. „Ausgabe der Verbandsnadel entspinnt sich eine Diskussion darüber, ob die Nadel als Abzeichen oder Auszeichnung ausgegeben werden soll. Zur Klärung dieser Frage kommt zunächst folgender Antrag zur Annahme: „Die Nadel wird als Abzeichen eingeführt". Breslau, Chemnitz, Kattowitz enthalten sich der Abstimmung. Danach wird Antra? 48, Absatz 1 angenommen: „Aus der Erwägung heraus, daß alle Mitglieder der Turnerschaft eines gemeinsamen, allen zugänglichen Abzeichens bedürfen, ist die Turnnadel jedem Mitglied käuflich zu überlassen, welches durch zweimonatlichen regelmäßigen Besuch unserer Turn- und Sportveranstaltungen sein Interesse für die jüdische Turnsache bewiesen hat." Anträge 5 und 6 werden hierauf zurückgezogen. 'Breslau, Chemnitz, Kattowitz, Hannover enthalten sich der Abstimmung. Antrag 28 wird fallen gelassen. Antrag 3 und 4 werden angenommen. Antrag 3 erhält jedoch die Fassung: „Der Kreisvorstand ist berechtigt in dringenden Fällen eine Qcneralversammlung des betreffenden Vereins zu fordern unter Festlegung einer von ihm bestimmten Tagesordnung." i,,Der Kreisvorstand ist berechtigt, bei großen Disziplinveirstößen die Mitgliedschaft eines Vereins bis zum nächsten Turntag zu suspendieren. Diese Suspension schließt die Entziehung der Turnnadel ein." i Anträge 35, 42, 43, 49 werden dem neuen Vorstand als Material überwiesen. „Der Vorstand wird beauftragt: a) Vertreter außerdeutscher Turnvereine zwecks Neugestaltung der Jüdischen Turnerschaft hinzuziehen. b) für Finanzierung des Kreises und nach Möglichkeit der Bezirke Sorge zu tragen, ,; ,; ,; '•,, |;. |. c) Gelder zu Fahrten von technischen und Erziehungsleitern sicherzustellen. d) Sitzungen der Turn-, Sport- und Erziehungsajusschüsse und ferner eine Kreisvorstandssitzung unter Zuziehung der Bezirksvorsitzenden oder deren Vertreter nach dem Turntag festzusetzen, e) Sorge zu tragen für die Schaffung einer Kerntruppe von Turnlehrern und Turnlehrerinnen, die in erster Reihe dazu berufen ist, die Ziele der Jüdischen Turnerschaft praktisch durchzuführen und für die Aufhringiung der Mittel zur jährlichen Ausbildung von zwei bis drei Turnlehrern bezw. Turnlehrerinnen. Nach kurzer Diskussion wird Antrag 23 fallen gelassen, Antrag 22 in folgender Fassung angenommen: „Erhöhung des Verbandsbeitrages auf Mk. 6 pro Kopf und Jahr für jedes Mitglied über 17 Jahre." Anträge 15—18 und 41 werden angenommen und dem neuen Vorstande zur weiteren Bearbeitung überwiesen: „Die Vereine sind verpflichtet regelmäßig monatliche Berichte dem Kreisvorstand einzusenden, die Beteiligung an größeren Wettkämpfen mit fremden Vereinen vorher anzuzeigen und schnellste Mitteilung der Resultate solcher Wettkämpfe zu machen. jDie Vereine werden aufgefordert, Wünsche und Aeußerungen über eine Neugestaltung der „Jüdischen Turnzeitung" .an den Vorstand zu richten." „Die Vereine sollen durch Einführung des Zwangsabonnements zur Finanzierung der Jüdischen Turnerschaft beitragen und mithelfen an der ideellen Ausgestaltung der Turnzeitung." Antrag 19 wird angenommen mit dem Zusatz „über 17 Jahre": ,»D^8 Zwangsabonnement der Jüd. Turn- und Sport-Zeitung wird für sämtliche Mitglieder über 17 Jahre ab dato eingeführt." VI. Leo Kaminski regt an, den Jugendabteijungen möglichst (vi« Exemplare der Turnzeitung gratis zur Verfügung zu stellen. Anträge 7—14 werden nachstehender technischen Kommission tiberwiesen. Leo Kaminski, Ernst Simon II, Lief-Köln, Hans Kuhn-Kattowitz, Schmuckler- Köln, Fricdländer-Brcslau, Riesenfeld-Kattowitz.