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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 7/8 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
7/8 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 39)
Language
German
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37 . 2. durch nervöse Reizbarkeit, die teils eine Folge des ersten, teils eine Folge der strengen Unterordnung unter die Trainiervorschnftefl oder aar Umstellung der Ernährung und des Stoffwechsels sind. Min tat d^Jei d« Gefühl von drückender Mattigkeit, von Muskelschwache und Unwohlseins. Es ist darum geboten, beim Eintreten dieser ersten Anzeichen mit den irainierübungen aufzuhören, um durch Ruhe und gute Kost das Q^chgew^t des Stoffwechsels wieder herzustellen und der Nervenschwache Herr zu. raj» Zusammenfassend sei über den Wert dieser »^^^'^"f^^'fÄ ausgesagt: - Die Muskulatur wird kraftiger (nicht "mfangreicter.) reizWr, indem schon geringe Willensanstöß« genügen, um ihn /ur Zusamm«- *>ehung zu zwingen, und - weniger leicht ermüdbar. %M™k*"P*£ vollzieht sich mit sparsamerem Stoffumsatz und es entstehen im Körper .wenger giftige Zersetzungsprodukte, die durch die Nieren im Harn, durchcheMaut ■m Schweiß ausgesondert werden. Der Haut des Trainierten entoomen bei weitem nicht so viele gasförmige, übelriechende Aussche.dungsstoffe, wie der Oberfläche dessen, der müßig lebt und steh mästet. Nicht mit Unrecht spricht von solchen der Volksmund: „Er stinkt vor. Faulheit." - Auch du. Bewegungsnerven werden ausdauernder: Je mehr eme *™.fuJ* gekonnt, d.h. je öfter sie ausgeführt wurde, und je hautiger der Wille be stimmte Nervenbahnen betreten hat, um so geläufiger ist ihm der Weg um so leichter ihm die Anstrengung zur Durchführung - Die Atmung wird geregelter, sie wird langsam und tief, die Zahl der Atemzuge fallt durchschnitt, »ich von 16 auf 12-13 in der Ruhe pro Minute. Der Atemumfang nimmt zu. das Herz wird gekräftigt, was dadurch zum Ausdruck kommt daß der Pu» durchschnittlich von 69 auf 60-62 Schläge pro Minute sinkt. Ganz allgemein gesagt: Das mit dem Zustand des T'a,»,.e.rtseinsverbundene Bewußtsein der vollen Leistung |f a 18 keit erzeugt ein wohltuendes Kraftgcfuhl und Selbstvertrauen. JuliusITsTher. Die Arbeit der Muskeln. Berlin und Leipzig WW. Lois Hauser. Kraft und Wille. Grundsätze für ein gesundes und vernünftiges Training des menschlichen Korpers und Willens. ' München 1919. it . , /»..««..», in <w M .Jastrowitz. Muskeljuden und Nervenjuden. (Aufsatz in der Festschrift anläßlich des 4. Jüd. Turntages: „Körperliche Re- ~ naissance der Juden.) Berlin 1909. Prof. F. A. Schmidt. Physiologie der Leibesübungen und ........ Prof. F. A. Schmidt. Unser Körper. Beide erschienen bei R. Vo.gtlander, P«>r. R. Zand^n cKeibe'sübungen und ihre Bedeutung für die Gesundheit. Teubner - Leipzig, 1911. Zur „Bedeutung der Freiübungen". Von Julius Hirsch, J. T.-V. Bar Kochba Berlin. ■ _ Im letzten Heft unserer Zeitung gab Dr. Blum eine ganz kurze Ueber- *cht über die Bedeutung der Freiübungen. Seine Ausfuhrungen werden in einem wesentlichen Teil ergänzt, wenn man den ureigenster, wert und d« Wesentlichste Bedeutung d?r Freiübungen - der. Ejnfluß Physiologischer Beziehung auf die einzelnen Muskel ™d °ll*n*Tse™ Körpers _ noch dazu hervorhebt. Jeder unserer Turn leiter muß von diesem Wert der Freiübungen durchdrungen sein. Jede Turnstunde muß Freiübungen enthalten, die speziell gesundheitlichen Zweck erfüllen.. und alle anderen fragen der Wirkung der Freiübungen folgen erst in weiter Lmie. Das erzieherische, das ästhetische Moment, darf mcjit auf Kosten des J<*™*- Mhchen in den Vordergrund unserer Turnstunden treten. Be. jeder geturnten Frejubung müssen sich Tu r n 1 e i t e r und Turner klar sein, welchen Zwe* *e ausgeführte Uebung verfolgt. Verständnis.für die «e*«rB« Uebung ist die Forderung, die wir stellen müssen. Für heute sei 7

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