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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 7/8 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
7/8 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 31)
Language
German
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_____________________________ & w^rt ^n'orderungen nur in einer oder zweien dieser Beziehungen gerecht au Ma,, könnte daran denken, daß der Ausschuß mit Hilfe der Vereine eJartige Richtlinien ausarbeiten solle, die dann vom Turntag zu bestätigen arei1- Die Anforderungen in vereinstechnischer Beziehung (besuch von Veranstaltungen, Zahlung von Beiträgen, Unterstützung der Vereinsbeamten usw.) na in turnerischer und sportlicher Beziehung festzulegen, wäre sehr leicht, jüdischen Verpflichtungen könnten z. B. in einer Prüfungsordnung bei Einunrung VQn zwej prangen festgelegt werden, doch muß man sich darüber lar sein, daß hier natürlich nur ein feil der Pflichten zum Ausdruck kommen j ' .während der andere nicht gut zu kodifizieren ist. Trotz Festlegung "er Mindestforderungen müßte jedoch den Vereinen Freiheit gelassen werden, f ,inacn t'en lokalen Verhältnissen zu modifizieren, -insbesondere strengere roraerungen zu stellen. Wer diese nicht erfüllt, muß vertut"w!.nden — ohne Sentimentalität und ohne Inbetriebsetzung des üblichen kft '"d'scnen Herzens. Wenn Vereine sich von solchen Leuten nicht trennen onnen, so ist dies immer ein Beweis dafür, daß der Verein sich in schlechem Zustande befindet, und ein Zeichen dafür, daß der Zustand sich immer mehr verschlechtern wird. Die Säuberung ist ein Beweis von ntschlossenheit, sie stärkt das Gefühl derZusammensch r'£keit unter den Zurückbleibenden. Die wirklich energifl °e{j und tätigen Leute müssen im Grunde genommen eine Neugründung urcnführen. Hierbei ist folgendes zu beachten: Leute, die jüdisch aussch F'4* lnteress'ert sind, aber wegen mangelnder sportlicher oder turnericnierFähigkeitep entlassen werden sollen, müssen an andere nationaljüdische whlu6- "hergeleitet werden; Leute, die zu entlassen sind,' aber aus Gletwonnheit, Pietät und ähnlichen Gründen an der Turnerschaft hängen, könnten srtTat+<'n einen neu zu gründenden „Verein der Förderer der Jüdischen Turnercnart oder des „J. T.-V. N. N;" zusammengeschlossen werden. Dieser Verein hatte, ohne eigentlichen Innenbetrieb, die Aufgabe, das moralische Gewicht v=r Jurnerschaft nach außen zu stärken, die Propagandaarbeit zu fördern, den erein zu finanzieren, Sportplätze zu beschaffen und zu verwalten u. a. fr'ne entsprechende Einrichtung hatten der Ruder-V. J. St. und die lvria in Inn »Unterstützenden Mitgliedern", die sich zeitweise sehr bewährt haben. ™ dem Verein der Förderer würden die aus der Turnerschaft kommenden >-eute ihrerseits den Kern darstellen. , Ebenso wie aus den Vereinen Einzelmitglieder, so wären aus der Turnerfn h £anze Vereine auszuschließen, welche die an sie zu stellenden Mindestorderungen nicht erfüllen. Vereine, die — um bei formellen Dingen zu K t u — keine Beiträge abführen, keine Turnzeitung lesen, keine Mitgliedernsten haben, sind offenbar in einem solchen Zustande, daß ihre Zugehörigkeit Ke"ie Ehre für uns bedeutet. Ich bin mir bewußt, daß wir durch die hier vorgeschlagene Reinigungsaroeit Hunderte verlieren, ich weiß aber, daß wir dann imstande •na. Tausende zu gewinnen. Ich gebe mich aber nicht der geringsten "Öffnung hin, daß diese Arbeit aufgenommen oder gar durchgeführt wurde. ^enn die Energie hierzu vorhanden wäre, dann \väre unser Zustand halb *° schlimm, wie er tatsächlich ist. Daher wäre es auch unzweckmäßig, an ">e oben erwähnten Richtlinien Zeit und Arbeit zu verschwenden: In den guten Vereinen sind sie überflüssig und in den schlechten werden sie nicht "eachtet werden. Umso dringlicher sind daher die beiden folgenden Dinge: .. 2. In jedem Verein sind die wirklich Brauchbaren und Entwicklungsia»igen zusammenzuschließen mit dem Ziel, aus jedem einen Vorturner, einen IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII -Fonds-Büchse

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