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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 7/8 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
7/8 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 19)
Language
German
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17 jetzige Kassen Verwaltung ihr Amt übernahm, zeigte die Finanzlage der J.-T. folgendes Bild: Die Zahlungseingänge seitens der Vereine waren minimal. Verbandsbeiträge für 1919 waren nur zum geringsten Teil gezahlt, und die Eintreibung .stieß auf große'Schwierigkeiten, da alle Vereine durch den eigenen Wiederaufbau stark belastet waren und auch teilweise das Gefühl für ihre der J.-T. gegenüber bestehenden finanziellen Verpflichtungen verloren hatten, da die ganze Kriegszeit hindurch so gut wie keine Beiträge geleistet worden waren. Andererseits waren die Ausgaben durch vermehrte Bürounkosten und Herausgabe der erweiterten Turnzeitung gewaltig gewachsen. Auch wurden die Schwierigkeiten noch vermährt, durch erhebliche Vorkriegsschulden, welche bis dahin gestundet waren, jetzt aber unbedingt bezahlt werden mußten. Wie sich hieraus ergibt, wurde mit einem fortwährend anwachsenden Defizit gearbeitet, welches nur mühsam durch Aufnahme von Anleihen bei Turnbrüdern verdeckt wurde. Eine Besserung der Verhältnisse trat ein, als uns die „Z. V. f. D." für die Zeitung eine nicht unwesentliche Subvention zur Verfügung stellte. Es gelang ferner langsam, die Verbindung mit den einzelnen Vereinen aufzunehmen, und, nachdem von Fall zu Fall eine Verständigung über die aufgelaufenen Schulden herbeigeführt und — um klare Grundlagen, zu schaffen — teilweise größere Summen abgeschrieben worden waren, die Vereine wieder zu regelmäßigen Zahlungen heranzuziehen. Die Verbandsbeiträge für die 1. Hälfte 1920 sind bis auf Breslau allseitig geleistet. Stärker rückständig mit Zahlungen für die Turnzeitung sind noch: Bar Kochba Berlin, Frankfurt a. M., Kattowitz, Cassel, Jordania und Mannheim. Bei allen diesen Vereinen darf aber angenommen werden, daß sie den guten Willen haben, so bald als möglich ihren Verpflichtungen nachzukommen; bezweifelt werden muß d'es jedoch bei München und Halberstadt, welche das Zwangsabonnement auf die Turnzeitung auch nicht einmal andeutungsweise durchgeführt haben, und besonders gilt dies für die München er, die in ihrer ganzen Korrespondenz mit der Kassenverwaltung Widerstand und Interesselosigkeit gezeigt haben. Hervorzuheben ist, daß Königsberg, Ivria Berlin, Kattowitz, Köln, Leipzig, Breslau und Elberfeld durch Sonderbeiträge auf Grund unseres Aufrufes dazu beigetragen haben, die finanzielle Lage der J- T. zu bessern. Für die Zukunft läßt sich folgendes sagen: Grundsätzlich sind die Ausgaben für die Turnzeitung von allen anderen zu trennen. Die Kosten für die Zeitung, z, Zt. ca. 2000,- p. Monat, sie werden gedeckt *urch die Abonnementsbeiträge und durch den Zuschuß der Z. V. f. D. Würde das Zwangsabonnement überall restlos durchgeführt werden und so die Auflage erhöht werden können, so würde sich wahrscheinlich sogar in absehbarer Zeit eine Verbilligung des Bezuges ermöglichen 'assen. Unbedingt zu erhöhen sind die Verbandsbeiträge, welche nicht »n entferntesten dazu ausreichen, die Kosten für Büro, Gehälter, Miete 7

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