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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 7/8 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
7/8 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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16 aus. Es ist jedoch gelungen, durch gemeinsame Sportfeste und auch durch Reisen des Kreissportwartes auch persönlich Anregungen zu geben. ■ Hier hat sich der Mangef eines Kreisturnwartes ganz besonders fühlbar gemacht; denn ohne die persönliche Beeinflussung, ohne Besuch, ist eine erfolgreiche Arbeit von Berlin aus nicht zu leisten. Notwendigerweise muß auch hier der Schriftverkehr wie die Zeitung versagen, beide können nur ein dürftiges Aushilfsmittel darstellen. Der Vorstand hat versucht, zuerst im Sommer, dann zu Weihnachten 1919, einen Vorturnerkursus zustande zu bringen, beide Kurse sind jedoch durch Mangel an Lehrern undurchführbar geworden. Einzelnen Vereinen, so Berlin, Breslau und Köln, ist es gelungen, für ihre Mitglieder Vorturnerkurse einzurichten, die dort offenbar großen Erfolg gehabt haben. Für die Zukunft werden die Kurse auf der Hochschule für Leibesübungen für unsere Turnvereine einen, wie wir glauben, guten Ersatz für eigene Vorturnerkurse bilden. Es wird- Aufgabe des Vorstandes sein, in Zukunft Mitgliedern, die sich an /solchen Kursen beteiligen, gleichfalls auch für die jüdische Erziehung wertvolle Hinweisungen zu geben, vor allem aber ihnen die Möglichkeit zu geben, an den Betrieben der Berliner Vereine teilzunehmen. Im übrigen hat sich der Kreisvorstand bei Behandlung turntechnischer Fragen mit dem Turnwart des Bar Kochba in Verbindung gesetzt, und im Einverständnis mit ihm turntechnische Angelegenheiten erledigt. Die Organisation von Sportfesten stieß auf verschiedene Schwierigkeiten, so daß es nur möglich war, für das Sportfest in Hamburg und für das Sportfest in Berlin eine größere Beteiligung zu ermöglichen. Die Einrichtung einer Statistik über die Bestleistungen der Jüdischen Turnerschaft, wie sie im Märzheft der Turnzeitung veröffentlicht wurde, ist bisher noch nicht durchgeführt. Ein diesbezüglicher Antrag liegt dem Turntag vor. Dia Münchener Tagung hat die Durchführung eines Zwölfkämpfe» für Vereine der Jüdischen Turnerschaft, der gemeinsam aus turnerischen und leichtathletischen Wettkämpfen besteht, beschlossen, und die Ausführung dem Kreisturnwart und Kreissportwart übertragen. Da ein Kreisturnwart nicht vorhanden war, übernahm der Kreissportwart die Ausarbeitung gemeinsam mit dem Hauptturnwart des Bar Kochba- Berhn. Es zeigte sich jedoch, daß auf dieser Grundlage ein Zwölfkampf nicht möglich war. Wir haben daher diesmal von der Ausführung dieses Zwölfkampfes Abstand genommen und stattdessen ein Turn- und Sportfest mit einem turnerischen individuellen Zwölfkampf und einem leichtathletischen Teil ausgeschrieben. Die Veranstaltung von Meisterschaften der Jüdischen Turnerschaft ließ sich nicht durchführen; dies wird allein nur durch einen Beschluß des Turntages festgelegt werden können. Die Arbeit des Vorstandes wurde in äußerst ungünstiger Weise durch dauernde Geldschwierigkeiten beeinflußt. Oktober 19, als die

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