Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 7/8 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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15 Es wird auch weiterhin alle Anstrengung darauf zu richten: sein die Turnerschaft mit ihren Erziehungsgrundsätzen, wenn auch vielleicnt nicht quantitativ so doch qualitativ in der nationaljudischen Jugendbewegung gegenüber den anderen Jugendorganisationen, besonders dem Blau-Weiß gleichzustellen. , , t . „ d) Auch die Beschäftigung mit dem Hebräischen hat nur langsam Boden gewonnen. In größeren Städten hat eine Anzahl von Mitgliedern der Turnerschaft sich an den Kursen der Hebräischen Sprachschule, bezw. eigenen Kursen, beteiligt, so in Berlin und Breslau In kleineren Städten ist es einzelnen Vereinen gelungen für sich Lehrer im Hebräischen zu gewinnen, so Frankfurt a. M. und Kattowitz. in den übrigen hat sich eine systematische Arbeit mangels geeigneter Lehrer nach den vorliegenden Berichten nicht organisieren lassen. Die Werbearbeit, soweit sie die Neugründung von Vereinen betrifft, ist in der Weise durchgeführt worden, daß man an Platzen mit großer jüdischer Bevölkerung, an denen sich Mitglieder der lurneischaft befanden, mit einzelnen in Verbindung trat. Sie wurden soweit es ging, durch Aufgabe und Heranziehung von Mitgliedern der I urnerschaft und von K J. V ern unter Benutzung der Organisationen des K.J.V. und Herzl-Club sowie vor allem durch Propagandamatenal unterstützt. Es konnte bei einer solchen Gründung nach den dargelegten Grundsätzen natürlich nicht auf zahlenmäßige Starke, sondern nur auf vollkommen konzentrierte Tätigkeit ankommen. Eine soicne I'ropagandaarbeit ist mit Erfolg nur durch Reisen und durch persönliche Arbeit und Beeinflussung durchzuführen gewesen. Der vorstand hat daher versucht, in Anlehnung an die Bezirksorganisationen des K.J.V. auch in der Turnerschaft die Arbeit, soweit sie persönliche Beeinflussung erforderlich machte, bezirksweise den großen Vereinen zu übertragen. Für sie war es besonders bei den Reiseschwiengkeiten erheblich leichter, in der Umgebung der größeren Städte kleinere Abteilungen, besonders Jugendabteilungen, zu gründen, zu unterstützen und mit allem Erforderlichem zu versorgen. Diese Dezentralisation Jer Arbeit hat völlig Schiffbruch gelitten. In ganz Deutschland hat sich kein Verein bereit gefunden (auch nicht in Breslau!), der eine solche Arbeit systematisch durchgeführt hat, alle haben aus Mangel an Leuten eine solche Arbeit zum Teil abgelehnt, zum Teil ohne •rgendwelche Mitteilung unerledigt gelassen. Eine Ausnahme machen allein der J.T.V-Köln der in dankenswerter Weise sich um die Nachbarvereine bemüht, vor allem den J.T.V. in Elberfeld gegründet und unterstützt hat, ebenso Kattowitz, z. B. den J.T.V. in Hindenburg. Aber auch bei ihnen ist diese Arbeit zu einer organisatorischen Vollendung, soweit sich das von Berlin beurteilen läßt, offenbar auch aus Mangel an Kräften, nicht gekommen. IV. Turnen und Sport: w Hinsichtlich der Anregungen im technischen Betrieb waren die Vereine im Wesentlichen auf die Zeitungen angewiesen. Das r-enien «es Kreisturnwarts schloß für das Turnen eine systematische Arbeit