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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 7/8 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
7/8 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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14 zu Beitragszahlung und Beantwortung von Briefen heranzuziehen sind, und so für alle tüchtigen und arbeitsfähigen Mitglieder eine ungeheure Belastung darstellen. Die konsequente Durchführung der Münchener Beschlüsse hätte alle Vereine zu einer radikalen Ausmerzung aller lauen Elemente führen müssen.. b) Eine Erziehung, insbesondere von Jugendmitgliedern in diesem Sinne, war nur gewährleistet, wenn man den guten Stamm der Vereine zu einer gut ausgebildeten Führerschaft umgestaltete, einer Führerschaft, die sowohl auf dem Turnboden und Sportplatz als auch im privaten Leben den Mitgliedern Vorbild und Führer sein kann. Es war klar, daß die Schaffung dieser Vorturnerschaft auch unter den gunstigsten Umständen auf Schwierigkeiten stoßen wird weil die körperlich geeigneten,turnerisch und sportlich ausgebildeten Vorturner meist nicht auch geistig und jüdisch der Leitung gewachsen waren. Man hat daher zunächst den Vorturnern Unterführer beigegeben, die von ihnen zwar technisch erst ausgebildet werden mußten die dafür aber imstande waren, Heimabende zu leiten, und die persönliche Beeinflussung der Mitglieder zu vermitteln. In diesem Sinne war autf» anstelle der bisher üblichen rein lernmäßigen Kurse der Heimabend als Hauptveranstaltung zur Weiterbildung der Mitglieder und zur Pflege des persönlichen und geselligen Zusammenhangs getreten. — Dem Turntag soll vom Vorstand ein Leitfaden vorgelegt werden, der die Zusammenfassung von Einzelheiten im Sinne der hier skizzierten Erziehung darlegen soll. Die Erfolge dieses Systems sind nur ganz wenigen Vereinen zustatten gekommen. Ueber gute lueendabteilungen verfügen: Iyria und Ruder-V. J. St. Berlin, Sport-VJSt. und Bar Kochba Berlin, Breslau, Köln, Leipzig, Frankfurt a. M., Hamburg und Kattowitz Es ist aber auch dort nur zu einem Teil gelungen, die erforderliche Zahl von Führern aus dem Stamm der Vereine zu erhalten und auszubilden. Es ist zuzugeben, daß die Turnerschaft allein erst im Laufe einiger Jahre imstande sein wird die erforderliche Anzahl von Tuhrern zu gewinnen. Sie ist heute in hohem Maße auf die Mitarbeit der anderen nationaljüdischen Organisationen insbesondere des KJV. angewiesen. c) Es war demgemäß ein großer Teil der Arbeit des Vorstandes auf enges Zusammenarbeiten mit KJV. und Herzl-Clubzu konzentrieren. Soweit durchfuhrbar, scheint diese Arbeit erfolgreich gewesen zu sein, in Verbindungen, die mit unseren Turn- und Sportvereinen an gleichen Orten bestehen, turnt das KJV. meist im Rahmen des Turnvereines mit Zugleich ist es gelungen, eine große Zahl von neuen Verbindungen auf der Basis von Sportvereinen zu gründen so im Herbst m Frankfurt a. M. (Ruder - V. J. St.), im Winter in Breslau, im Sommer in Heide berg (Rudergruppe) und in München. Die aufgenommene Jugendarbeit wird wesentlich von der Mitarbeit des KJV diese aber wiederum davon abhängen, daß es den einzelnen Vereinen gelingt durch personliche Beeinflussung und persönliche Beziehungen die K. J. V. er für die Turnerschaft heranzuziehen

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