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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 7/8 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
7/8 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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13 These III : ■ Die Jüdische Turnerschaft bedient sich folgender Erziehungsmittel: a) gleichmäßige Förderung und Pflege von Turnen und Sport, b) obligatorische Arbeit in jüdischer Geschichte und hebräischer Sprache, i c) nach Möglichkeit Einführung cjer hebräischen Kommandosprache in den Turnvereinen. a) Diese völlige Umstellung der Arbeit gegenüber der früheren ~~ und eine solche bedeuten die Münchener Thesen ganz zweifellos — konnte nur durchgeführt werden, wenn man sich in der Werbearbeit auf die Jugend beschränkte und nur d i e Mitglieder zur Mitarbeit neranzog, die sich freiwillig zur Mitarbeit bereit erklärten. Was die Werbearbeit betrifft, so war davon auszugehen, daß man Einfluß auf e Jugend nur gewinnen kann, wenn sie beim Werben selbst bereits restlos über unsere Tendenz und die hohen Anforderungen, die an sie gestellt werden sollen, aufgeklärt wird. Nur ein konsequent und rakal vertretenes Programm kann auf eine Jugend wirken, und erst recht nur auf eine solche Jugend, wie wir sie für einen Turn- und 'portbetrieb brauchen. Oerade in der Werbearbeit mußte sich die cnarfere Tendenz gegen früher am ersten geltend machen und damit gebrochen werden, die nationaljüdische Bewegung als etwas eringeres dem Zionismus gegenüberzustellen, in dem doch Höchstens nur die politische Form der nationaljüdischen Gesinnung angesehen werden darf. Wenn man in der Werbearbeit auch ur um ein Geringes von diesem Programm abwich, so mußte das note"~'g zu einer Verflachung der Vereine führen, und wir sind überim ' t*a'* aUC'1 se'bst Jugendmitglieder, die man ursprünglich "\ unklaren über die Ziele des Vereins läßt, gewöhnlich spater zu guten und tüchtigen Nationaljuden erzogen werden können. Die Regel ied v'elme^r sem» daß solche Mitglieder, vor allem ältere, sich gegen du ehna^ona'jüdische Tendenz sperren werden, und der Verein daanr r5 scnweren inneren Kämpfen entgegengeführt wird. So erzielte, ^anglich zahlenmäßige Erfolge, mußten sich später bitter rächen, na?- ,cner Verein wird nach außen hin nichts gewinnen; denn die wi d * i iSChe .Tendenz wird trotzdem bald bekanat werden. Er im» vielmehr die innere Entwicklung schwer schädigen, wenn seine ien ■hen Mitglieder sehen' daß die älteren Mitglieder nicht offen sp1,U^ Sind' mr:.Programm nach außen zu vertreten, und wird so «eine eJ£ moralische Einbuße bedeuten. „ WlT wissen, daß die Beschlüsse der Münchener Tagung nur zum word Teil Und aucH nur bei den besten Vereinen durchgeführt zweifn Smd- Bei SToßerer Entschiedenheit wäre die Turnerschaft in ih.Y7eitergekommen> sowohl in ihrer inneren Tätigkeit als auch großem m rb!tatjgkeit- Alle Vereine führen in mehr oder weniger nicht r l- Mitglieder in ihren Listen, die nicht nur unser Programm für iürf"6», sondern darüber hinaus auch jegliches Jnteressc jüdisches Turnen und Sport überhaupt vermissen, nicht einmal

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