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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 7/8 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
7/8 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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12 gliedern, die in jenen Organisationen heimisch waren, Mitteilungen zu bringen, und so. an der Zusammenfassung der Jugendbewegung mitzuarbeiten. Die Mitarbeit seitens der Turnvereine hat sich in letzter Zeit erheblich gebessert. Leider ist die Berichterstattung der einzelnen Vereine nur sehr mangelhaft gewesen, insbesondere war jedes tiefere Eingehen auf die örtlichen Verhältnisse, auf Einzelheiten der Arbeit des Vereins und auf seine Aussichten, vor allem aber ein Eingehen auf die örtlich zionistische und nationaljüdische Arbeit zu vermissen. In der Rubrik „Sprechsaal" wurden wichtige Meinungsverschiedenheiten einzelner Mitglieder, die aber alle angingen aufgenommen, teils beantwortet. b) Dem gleichen Zweck diente eine Reihe gemeinsamer Veranstaltungen im Reich. Anläßlich des Kartelltags des K. J V. fand im Dezember 1919 eine Besprechung mit Vertretern fast aller Turnvereine in Frankfurt a. M. statt, am 18. Januar ein großes Sportfest in Leipzig, am 20. Juni 1920 eins in Hamburg, die beide ivon anderen Städten aus sehr gut besucht waren. Weitere geplante Veranstaltungen mußten der großen Schwierigkeiten wegen, ausfallen. c) Soweit es die finanziellen Verhältnisse gestatteten, wurde die Fühlung mit den Vereinen durch Einzelreisen hergestellt. Turnbruder Katschke besuchte im August 19 den Turnverein in Hamburg und die dortige Ruderabteilung, im November den Turnverein in Breslau. Fritz Engel im Dezember 19 als Kreissportwart, den J. T. V. - München, Ernst Simon II mehrmals im Winter Frankfurt a. M. 2. Die T e n d e n z fx a g e, die auf früheren Turntagen stets eine große Debatte hervorrief, ist in München eindeutig im Sinne einer völligen Nationalisierung der Turnerschaft entschieden worden. Sie wird demgemäß auf diesem Turntag eine Bedeutung kaum noch haben, der Turntag wird sich vielmehr lediglich mit der praktischen Verwirklichung und den großen neuen Aufgaben, vor die die Beschlüsse der Konferenz in San Remo das nationale Judentum, insbesondere aber die Jugend gestellt hat, zu beschäftigen haben. Die bereits in München aufgestellten Grundsätze waren folgende: T h e s e 1: 1 Die Jüdische Turnerschaft verlangt von ihren Mitgliedern nicht nur nationaljüdisches Bekenntnis, sondern auch nationaljüdische Betätigung, d. h. aktive Mitarbeit an der Wiedergeburt de» jüdischen Volkes und dem Wiederaufbau des jüdischen Landes. These II: Im einzelnen gliedern sich die Aufgaben der jüdischen Turnerschaft folgendermaßen: a) körperliche Arbeit jedes einzelnen an sich selbst, b) Erlangung der notwendigen Kenntnisse Jüdischer Geschichte und hebräischer Sprache, c) Verantwortungsfreudige Mitarbeit an der Ausbreitung der nationaljüdischen Idee, besonders unter der Jugend und Kampf gegen die Assimilation.

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