Mannheim
Compact Memory

Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 6 (1920) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
6 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/6492385-5965084-5965414--689-4923473
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

12 Heimabende mit zweckentsprechendem Inhalt der größte Wert gelegt werden muß. Laßt uns nun alle, liebe Turnschwestern und Turnbrüder, darauf bedacht sein, nicht allein turntechnisch auf der Höhe zu sein, laßt uns vielmehr danach streben, eine harmonische Ausbildung an Körper und Geist herbeizuführen zum Besten der einzelnen Vereine, zum Besten der großen jüdischen Turnerschaft und darüber hinaus zum Besten unseres Volkes. Anmerkung der Redaktion: Vgl. die unter „Berichte" veröffentlichte Mitteilung von Frl. Vally Rosenbund. Unsere Uugendarbejf. Von Rudolf Schönheimer, Jüd. Ruderklub Ivria und Ruder-V. J. St. Berlin. (Fortsetzung.) In unsere Jugendabteilung'en*) sollten im allgemeinen Kinder unter 11 Jahren nicht aufgenommen werden. Es läßt sich mit ihnen >n sportlicher und turnerischer Beziehung nur sehr Begrenztes erreichen. " Recht Werden diesen Kindern von den Eltern in bezug auf regelniä^ig^ Beteiligung Schwierigkeiten in den Weg gelegt, so daß es uns nicht mög« ist, von den Kleinen das zu erreichen, was wir in unser Programm geschrieb*" haben. Statt dieses großen Ballastes ist es ratsamer die Werbetätigkeit en auf die 13—15 jährigen zu erstrecken, weil in diesem Alter die zionistisch Erziehung dringender ist, als bei den Kleinen. Sobald unsere Organisatio gewachsen sein wird, werden sie in späteren Jahren ohnedies gewonnen wer können. Ich halte es für falsch, den Standpunkt gelten zu lassen, man dur einen Knaben, der gern bei uns ist, nicht abzuweisen, weil er sonst für Bewegung verloren gehen könnte, oder weil er in seinem Leben auf andere w«g geraten könnte. Gerade Jugendbünde, die, wie es bei uns der Fall ist» er. im Entstehen sind, müssen erhöhte Anforderungen an die Aufzunehmenden jeder Beziehung stellen, und die Sympathie dier Mitglieder dem Neuling geg*nti ist eine nicht zu unterschätzende Vorbedingung. Die wichtigste Anforderung, die wir an den Neuen stellen mü*sen' ist die der regelmäßigen Beteiligung. Alle Jungen der Abteilung haben st im Falle des Fehlens von einer Veranstaltung vorher bei ihrem Führer * ztimelden, und eine Lässigkeit in dieser Beziehung sollte in strengster w^ gerügt oder gar bestraft werden. Nur diejenigen sind eben für unsere Sache^ Wert, für die die regelmäßige Teilnähme eine Selbstverständlichkeit ist, Uü" hat sich oft genug gezeigt, daß die Jungen bei einer solchen Einrichtung s in scharfer Weise an Disziplin gewöhnen. Wie in allen Organisationen, so ist auch leider bei uns bisher ein •*' großer Wert auf zahlenmäßige Ausdehnung gelegt worden, glaube, daß dieser Fehler so schwere Folgen hat, daß er nur in Zeit, und mit den allertiefgreifendsten Mitteln wieder gut zu machen ist. fc 1 *) Nicht zu verwechseln mit Schülerabteilungen. (Die Redaktion.)

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.