Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 6 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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11 selbstverständlich frei, irgend ein Referat halten zu lassen, das er ™r besonders geeignet hält. Wir handhaben das so, daß das Referat über irgend eine jüdische Sache gehalten wird, mit der man sich noch nicht intensiv genug befaßt hat. Auf diese Weise wird man gezwungen, sich auf das Gebiet zu konzentrieren, auf dem man schwächer ist. Das Korreferat ergänzt oder stellt richtig, so daß alle etwas Wesentliches davon haben. Es sei damit natürlich nicht gesagt, <jaß man nicht auch über seine starken Seiten referieren kann. Aul «lese Weise lernt man auch vor einem größeren Kreis von Menschen .en- Das Thema des zweiten Teiles lautet: Beschäftigung 0111 jüdischer Literatur. Da wird abwechselnd gelesen und zwar einmal etwas von Herzl, oder Nordau und den anderen jüdischen . eraten, andererseits Gedichte von Zuckermann, Rosenfeld usw. Die Aufgabe des Leiters besteht nun darin, allgemeines Verstehen zu ermitteln, Interesse für die jüdische Literatur wachzurufen und Anlegungen jeder Art zu geben. Zum Dritten lernen wir an jedem Jieimabend ein Lied und den vierten Teil schmusen wir, d. h. wir •»erhalten uns über Turntechnisches. Da können Klagen über den st""^ "eb vorgebracht werden. Es soll Kritik geübt, die Uebel- 'ande beseitigt werden. Da der Leiter oft auch gleichzeitig der orturner ist, so dürfte es ihm nicht schwer fallen, Auskunft zu geben und zu beruhigen. Dies sollte fürs erste genügen über Ausgestaltung des Heimabends. Was dann den Heimabend ergänzen soll und das dort erworbene 1Ssen vertiefen und den ganzen Menschen durchdringen lassen soll, duS erre'cnen 's* Aufgabe des Vorturners. Das gelingt ihm nur und° n ^ößtmoSucnste persönliche, völlig individuelle Fühlungnahme ab ^eein^ussung, soweit es möglich ist, jedes Turners, besonders solir jenigen Menschen, die den neuen, arbeitenden Stamm bilden „ Es könnte der Einwand erhoben werden, ob man Gefahr darin sehen sollte, daß durch die Veranstaltung der negen weisen Heimabende eine Entfremdung zwischen den einzelnen Riegen eintritt. Es wird dies auch in der ersten Z«t unausbleibhch sem Nun, die Gefahr läßt sich m. E. ohne Schwierigkeiten beseitigen. Leiter der Heimabende wird den Turnern klarzulegen haben daß der Zweck der Heimabende nicht Entfremdung, sondern enger und fester Zusammenschluß sein soll. Er wird sie auf die Schaden einer tnt fremdungspolitik aufmerksam machen müssen Kurzum der Leiter des Heimabends muß es verstehen, hier Abhilfe zu schaffen Zum zweiten aber sind ja die H ei m ab ende nur negenweise die Wanderungen gemeinsam, auf denen man sich naher ko™m*u"V„^en die gemütlichen Zusammenkünfte auf der Kneipe nach dem Turnen Das muß die Zweifler davon überzeugen, daß, wenn eine solche üeianr entsteht, sie zu überwinden wäre. Es ist selbstverständlich, daß zur Erziehung des jüngsten Jachwuchses in gleicher Weise auf eine sorgfältige Durchfuhrung der