Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 6 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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Bedürfnisse und Aufgaben der jüdischen Gemeinden und des zu Raffenden Oesamtverbandes sind. ^„Nichts Jüdisches darf dem Oesamtver andMüSseenmw1r'sofern Entwurf ider Z.V. f. D den Vorzug geben, so wollen wir zum Schluß nur den Wunsch aussprechen, daß d.e großen jüdischen Organ,^ sationen sich möglichst schnell verständigen mögen, so daß der uesamtver band möglichst bald zustande komme. \ Beimabende. Von S a 1 o J u 1 i u s b u r g e r, J. T.-V. Bar Kochba, Breslau. Aus welchem Grunde ich mich veranlaßt setie, über Heinrabende zu schreiben, soll zunächst in aller Kürze dargelegt werden. Es ist zwar sehr schön und außerordentlich zu begrüßen wenn man . von Berlin aus die Abhaltung von Heimabenden wünscht und evtl. Anregungen dazu gibt. Weniger schön ist es aber zu sehen, daß alles Theorie bleibt. Mir liegen gerade die Mitteilungen des Bar Kochba Berlin vor Zu meinem Erstaunen habe ich feststellen müssen, daß der Bar Kochba Berlin in einem Monat nur einen einzigen Heimabend veranstaltet, grade in Berlin, wo doch Menschen zur Abhaltung m Hülle und Fülle vorhanden Sein dürften! „ , . . . _ Jch hatte Gelegenheit mir einige Tage den Betneb m einem anderen Bar Kochba anzusehen. Turnerisch ist der Betneb dort auf der Höhe, jüdisch indessen nicht. Man streitet sich über das System dh. ob man sich auf dem Turnboden eines Tones befleißigen so^ der ziemlich stark an die - Gott sei Dank - über ebte Penode des Militarismus zurückerinnert, oder wie man sonst auf dem Turnboden verfahren soll. Wie kann man sich über ein System streiten! Man sollte die Turner und Turnerinnen dahin bringen, daß sich unsere Arbeit nicht auf äußerer Disziplin aufbauen darf, sondern auf der Unterordnung unter die Idee. Um aber Menschen dieser Idee naher zu bringen, und sie mit ihr zu erfüllen, braucht man H e 1 ma b en de. Es entsteht sonst auch noch die Gefahr, daß viele nur des halb Mitglieder sind, weil der Verein äußerlich, d. h nur turnerisch gute Erfolge aufzuweisen hat. Es wäre bedauerlich und kein Anzeichen von Bar Kochba - Geist, wenn wir durch nichts anderes als nur dadurch mit unseren Turnbrüdern verbunden waren. Jch ww nun, liebe Turnschwestern und Turnbrüder, praktisch vor Augen fuhren w«e wir hier Heimabende machen, vielleicht schöpft ihr da diese oder jene Anregung dann ist der Zweck des Aufsatzes voll und ganz erfüllt. L Wie jeder Verein, so hatten auch wir, als wir die Winterarbeit begannen, Heimabende in der Art veranstaltet, daß wir sie wochent- "ch ansetzten, getrennt für die Männer- und Frauenabteilung. Lwcn der Aufbau Palästinas