Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 6 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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dadurch zum eigenen Nachdenken über dieses Thema Gelegenheit zu geben. Ich würde mich freuen zu spüren, daß das geschehen ist- Zur Schaffung einer Gesamtorganisafion der 3uden in Deutschland» Es scheint, als ob endlich die Not der Zeit die Juden in Deutschland zwingen wird, mit der unheilvollen Zersplitterung, die das Judentum in '->el,'5; J land atomisiert, ein Ende zu machen. In weitesten Kreisen der deutschen Juden ist das Bedürfnis nach einer alle Juden vereinigenden Organisation, o> alle Kräfte der in Deutschland wohnenden Juden zusammenfaßt. Diesem pe' dürfnisse suchen zwei Verfassungsentwürfe abzuhelfen, von denen der £»n, vom Deutsch-Israelitischen Gemeindebund im Einvernehmen mit dem VerMW» der Deutschen Juden aufgestellt ist, der andere von der Zionistischen Vereinigung für Deutschland. Wir wollen und können uns hier mit den Einzelheiten der beiden Entwürfe nicht beschäftigen; wir wollen hier nur eUU*. Punkte hervorheben, in denen sich die beiden Entwürfe wesentlich voneinander unterscheiden. 0 Voraussetzung des Zustandekommens einer alle Juden umfassenden JMJ ganisation ist die restlose Durchführung des demokratischen Prinzips'- £u. wenn wirklich alle Richtungen, alle Gruppen und alle Parteien die Möglict*e haben, ihre Kräfte frei zu entfalten, wenn endlich mit aller Notabeinun Kliquenwirtschaft aufgeräumt wird, wird es möglich sein, alle Kreise des oea - sehen Judentums für die Gesamtorganisation zu gewinnen. In dieser *»«' Ziehung läßt es der Entwurf des D. J. G. B. an der nötigen Entschiedenne» fehlen. Offenbar fühlt man sich dort noch allzu abhängig von den NotaM'J' kliquen der Großgemeinden. So vermeidet es der Entwurf des D. J- O. v-t überhaupt, in die Verfassungen der Einzelgemeinden einzugreifen. Er l*n es zu, daß in einzelnen Gemeinden weiter das reaktionärste Wahlrecht » " stehen bleibt. Der Entwurf des D. J.G.B, macht ferner auch für die w«" zum „Bundestag" (dem beschließenden Organe der Gesamtorganisation/ das Verhältniswahlrecht, das allein den Schutz der Minoritäten gewährleiste' obligatorisch. Und schließlich nimmt der Entwurf des D. J. G. B. dem *•» allgemeinen Wahlen hervorgegangenen Bundestag die Hauptmacht aus ° Hand und legt sie in die Hände eines „Rats", der zum großen Teil »u» Vertretern der Gemeinden, d. h. der undemokratisch gewählten Notaoei < besteht. In all diesen Beziehungen ist dem zionistischen Entwurf *j Vorzug zu geben. Er sieht sowohl für die Einzelgemeinden wie für die <J samtorganisation vor, daß alle Körperschaften aus allgemeinen gleichen Wam nach dem Proportionalsystem hervorgehen. . n. An dem Entwurf des D.J.G.B. stört ferner der beschränkte Aufgaben kreis, der im § 1 des Entwurfs formuliert ist. Wir vermissen hier jeden weis auf die Aufgaben, die der Gesamtorganisation im Hinblick auf die k0/Pjje liehe Ertüchtigung der jüdischen Jugena und überhaupt im Hinblick^ au« o Ilitrenrinflr»o-#* nnn IiuYotirlfift-o^t-rr« ~ui:,—r-*------------i---- u j uriiiuiicrung irgeno. weicne Aufgaben auszuschließen oder nur zurückzusetz?" Lnj-? .Vorbemerkungen zum Entwurf ist ausgeführt, daß alle Oemeinscbaföoedurfnisse und Gemeinschaftsaufgaben der in Deutschland wohnenden Juden *) Deutsch-Jüdischer Gemeinde-Bund. Illllllllllllll Auf dem Landfonds beruht fjfjffffjifnjfiffjin/frHfffunfffiifinjnnfffffffitfffifffffffHMffffftniffjfiniffffnfHfüiffmjfHHffnfj^^ö^