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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 5 (1920) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
5 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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16 Pädagogen, Volkswirtschaftler Igenug, die aus ihrer Wissenschaft heraus praktische Fragen erörtern würden. Abdrucke aus guten Zeitschriften würden den Wert der Turnzeitung auch nicht mindern. Nun zur nationalen Seite unseres Ideals. Wohl jeder liest neben der Rundschau irgendeine Zeitschrift unserer Jugendbewegung. Das heißt, wenn er mehr Kritik als Pflichtgefühl hat, dann dürfte er ebensoviel Artikel darin zu übersehen wie zu lesen wissen. Müssen wir ihre Zahl noch vermehren? Es ist Zeit, Beschränkung zu lernen. Genug, wenn in deutscher Sprache e i n gemeinsames Blatt für die gesamte jungjüdische Bewegung erscheint, aber dafür auch regelmäßig und inhaltvoll. Daran mag jede Spezialbewegung ihr (technisches) Sonderblatt anschließen, die Turnerschaft ihre Turnzeitung, das K. J. V. seine akademischen*' (Mitteilungen, der H. C. die für seinen Krei» bestimmten Nachrichten. Ihr Redakteure erspart Euch Kopfzerbrechen, wir Leser uns Geld, ' Unmut und Zeit. Und erinnern uns zugleich, daß es nur eine Sache ist, der wir alle dienen. Noch eins; Dieser Vorschlag für unsere Jugendbewegung in Deutschland gilt nur für eine Uebergangszeit. Vielleicht werden wir uns später doch wieder trennen müssen. Wenn nämlich die jüdischen Turner aller' Welt ihr eigenes Blatt haben (und die Studenten und Kaufleute nicht minder), und jeder Kreis wird dann in seiner Sprache sein Beiblatt anhängen an das Hauptorgan, das uns die Palästinenser bereiten werden, sobald von Erez Israel die Be" fruchtung unseres nationalen Lebens ausgehen wird, die wir von dort aus für das Leben im Galuth erwarten. Anmerkung der Redaktion. Wir sind Turnbruder Rosenbaum 'für diesen Beitrag besonders dankbar und versprechen ihm, bereits "' aliennächster!Zeit auf die Zeitungsfrage in aller Ausführlichkeit zurückzukommen. Wir bitten um recht zahlreiche Aeußerungen- (DuskeI)udeDtum? Ein Mahnwort. Von Walter Littwitz-Berlin. Der Ruf nach dem „M.uskeljudentum" und nach der Versponlidhung unserer Jugend begegnet uns jetzt so oft und wird so leicht hinge' Worfen und aufgegriffen, dass es notwendig erscheint, dazu einmal ein warnendes und mahnendes Wort zu sagen. . Wir erleben jetzt die Zeit der schönsten Hoffnungen für unser Volk. Die herrlichsten Aussichten eröffnen sich uns und freudig begrüssen wir de" „'Frühling, der neues Leben bringt". Und wir sind bereit, uns ganz auf die Erneuerung einzustellen. Wie erfreulich ist es zu sehen, dass allenthalben mit Begeisterung d|e körperliche Ertüchtigung unsrer Brüder eingesetzt hat! Den neuen Aufgaben wird ein erstarktes, tüchtiges Geschlecht entgegentreten können: Ein köstlicher Erfo'lg! . . Für die Lebensfähigkeit unseres Volkes, für die Berechtigung Israels* wieder aufzuerstehen als freie Gemeinschaft unter den Völkern, für die ßcrecr" tigung von allen unseren Hoffnungen und unseres Strebens ist die DurCnsetzimg der Forderung an die Jungen, sich loszumachen von Schwäche un'' feigem Beugen, der beste Beweis. Und es ist natürlich nur mit ^Teu^e..„ begrüssen, wenn durch Turnen, Sport und Spiel frischer Oeist in unsere Reihe» gebracht wird, wenn die Fehler und Gebresten des Ghetto beseitigt werden- Ja, es ist garnichts zu sagen gegen den frischen Geist des' neuen jüdische'' Turners. Und ein jeder soll sich mit aller Macht bemühen, an seiner eignen Ertüchtigung zu arbeiten.

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