Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 5 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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17 anH her gerade, wenn man alles das so anerkennt und begrüsst, ist es naererseits doppelt nötig zu warnen und zu ermahnen. s . Ein „ M u ske I judentum" ist das Ziel!- Und das ist als Gegen- Z r^meint- Gegensatz! — wogegen? q . 'j^er Ghettogeist soll schwinden, das Sinnen und Sorgen, der feigen rieht " ängstliches Schwanken soll von uns weichen. Wir sollen uns aufsein r au' dass w'r s'ar^ U-nd mutig einstehen können für unser Volk und . Äk fur Judentum und jüdisches Wesen, mü« ' dazu bedürfen wir nicht nur der Kraft und Sicherheit, dazu ei>p e" wir aucn Judenturn und jüdisches Wesen kennen lernen, uns zu g n "lachen, wir müssen uns auch innerlich wandeln! ode es denn um unser Leben bestellt? Wenn wir im Beruf sind ti n Uns mit den notwendigen Angelegenheiten unserer Umgebung' beschäftum k befinden wir uns in einer Welt, die nichts von unserem Judenuns y"1*» nichts von jüdischem Wesen in sich hat. Die Gegenwart nimmt au* und hält uns fest. Und nichts weist uns auf unstr inneres Streben hin. W;.„ .jl lr können nicht durch jede Tat und jeden Schritt zeugen von unserem wünschen und Wollen. Nicht unbedingt ist uns«r Judentum! liebte u kommen aus einer Erziehung, die wohl Jüdisches kannte und QeUt i n*** so wie es unser Streben erfordert: Zu kennen den innersten da mi 2U un,en das innerste Wesen, zu lieben Schwächen und Stärke. Und vertra + CS unsere Aufgabe sein, einzudringen in alles Sein und Fühlen, uns j„n: aut zu machen mit allem Wesen des Judentums weit mehr und viel der r' as wir mit dam Geist der Zeit vertraut werden durch das Erleben «er Gegenwart. Brust ^>ur*. Sport 'und Turnen wird nicht nur der Körper gestählt und die Sn L..^'*e'H auch der Geist wird bereitet zu besserem, freierem Sinnen. a° heisst es doch? Aber da sehe ich auch ein anderes, ■tun»- v'e'e erblicken im Turnen ihre einzige Verpflichs t i er p' Wi'e v'e'e 'werden gerade durch den Sport dem g e i - „Qefsfn Judentum" entfremdet! Wie vielen geht es bald so, dass die h,, un ,?eist,£es Wirken" ihnen unbequem, ja gerade solche Dinge sind, ita Erneuerung beseitigt Iwerden sollen! < und ist das unser Ziel, darf das unser Ziel sein? Werdeni iÜ" Und sPort sollen nicht zum Selbstzweck, zum einzigen Ziel nicht s ■ w?r<*en es doch dem einzelnen so leicht. Sie dürfen aber auch drüdroi? den Vordergrund dringen, dass sie geistiges Streben untern'a wJf.«.a,,em darf das nicht b e 1 u n s eintreten, durch .^"fttigste ist die Gesinnung! Aber die bekommen wir nicht nur «urch möglichst hohe Leistungen im Sport. 'ums de* •Ül.'* nimmer kann der teilhaben an der Erneuerung des Juden- Ql'ed u " den ° e i s t des Judentums erfasst hat. Nie wird der ein rechtes scnrifrJ,nsere/ Reihen sein können, dem nicht das Erhabene unserer Volks- W*"*- Edle unsrer Oeistigkeit offenbar wird, der AiZa das Judentum zeugen will mit der Kraft seiner Arme und mit Sächlich rfe* Selnes KörPers, der soll auch das Judentum kennen. Nicht obera'l sein st k€r es betrachten, aufnehmen muss er es mit seinem Geist, damit HnJ\a aus seinem jüdischen Fühlen und Wissen erwachse, machen darum sage ich auch: Ihr dürft euch euer Streben nicht leicht Sport di^i1" * e"rlich woIIt> ihr dürft euch durch die Freude am zwino-e., VT r am geistigen Mühen nicht nehmen lassen, ihr müsst euch ^"^h zu g eistigem Tun! der kann verlangt von jedem einzelnen. Aber nur wer sich eifrig müht, den irrReo*- Wir 'wissen ja auch, wofür wir es -tun, und dass wir selbst «"jssten Nutzen haben. Judentum^ "Muske,iudentum" darf nicht ein Oegensatz werden zu „geistigem ben ffiki "ie und "immer! Ein Judentum ohne geistiges Streg'bt es nicht unddarfesniegeben.