Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 3 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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29 Vom Vorstand des Deutschen Kreises. Turoersdiaffs-Abzeidien. Vorbemerkung der Redaktion : Dieser Aufsatz trigt offiziellen Charakter. Die Turnnadel zeigt nach aussen die Zugehörigkeit zur jüdischen Hrnefschaft. Nur der darf die Nadel tragen, von dem man genau weiss, dass er vn er^e't **'e Aufgaben erfüllt, die die Turnerschaft an ihn stellt. Nur der also,?" dem wir das Oefiihl haben: er gehört zu uns. Es ist schwer hier allgemein Bultige Regeln aufzustellen, etwa auf körperlichem oder geistigem Gebiete bestimmte "undestleistungen zu verlangen, denn diese sind kein absoluter Masstab für die °ralisehen Qualitäten des einzelnen. Ein Turnbruder, dem selbst eine gestet?6 ^'"Bestleistung physisch unmöglich ist, kann deshalb weit über dem anderen so fr' C'eni c"e Erfüllung dieser Aufgabe nur ein Kinderspiel ist, und für dessen nstige Eigenschaften diese Prüfung nichts bedeuten würde. Es wird hier eine S*"2! n d i v i d u e 11 e Wertung nötig sein, um die Frage, ob ein Turnbruder 2 J|!.8 ist eine Nadel zu tragen, also als ein Glied unserer Gemeinschaft zu gelten, u losen. Nicht Mindestforderung an die Oesamtheit, sondern rvp ci? s tf o rd e r u n g an den Einzelnen müssen wir stellen, ean urnerschaft hat auf ihrer letzten Tagung in München sich noch einmal ihre anp ° ^u'2aDen vor Augen gestellt. Als Ergebnis wurden dann folgende Thesen genommen, die noch einmal ins Gedächtnis zurückgerufen seien. These I: nicht nur nationald. h. aktive Miten ■nassen iiiri: i.Dle J Mische Turnerschaft verlangt von ihren Mitgliedern ni ii*2res Kenntnis, sondern auch nationaljfldische Betätigung, Und« der Wleder«eburt des JMischen Volkes und dem Wiederaufbau des jüdisch These II: ■m einzelnen gliedern sich die Aufgaben der jüdischen Turnerschaft folgeuder- *) körperliche Arbeit jedes einzelnen an sich selbst, ») Erlangung der notwendigen Kenntnisse in Jüdischer Geschichte und liebräischer Sprache, c) Verantwortungsfreudige Mitarbeit an der Ausbreitung der nationaljüdischen Idee, besonders unter der Jugend und Kampf gegen die Assimilation. These III: D<e Jüdische Turnerschaft bedient sich folgender Erziehungsmittel: *} gleichmässige Förderung und Pflege von Turnen und Sport, D) obligatorische Arbelt in jüdischer Geschichte und hebräischer Sprache, c) nach Möglichkeit Einführung der hebräischen Kommandosprache in den Turnvereinen. *uw^!ese Tnesen werden der Masstab sein, nach de in wir S d o / n a ö e n. Das Urteil des Tendenzwarts und des Turnbezw. in sei wArts werden für die übrigen Mitglieder des Vorstandes, der zweckmässig einer Gesamtheit über die Verleihung Beschluss fassen soll, entscheidend sein. Gewinnt dem jüdischen Volk Boden.