Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 3 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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30 Der Tendenzwart, der seine Aufgabe richtig erkannt hat, wird durch die persönliche f-iinlung mit den ihm anvertrauten Leuten bald wissen, was er von jedem zu halten hat. Das Interesse, das der Turnbruder an allen Dingen, die uns ansehen, zeigt, lasst sich bald erkennen (z. B. ob ein Tu-rnbruder für die Erlernung der hebräischen Sprache nur theoretisches Interesse hat, od er ober auch wirklich die Konsequenz daraus zieht usw.) -Pj w- SP°rtwart wird ebenso über seine Leute Bescheid wissen, der titer mit dem der Turnbruder sich auch hier beteiligt und die Fortschritte, die er macht, werden dem Turnwart bald ein klares Bild geben. Man wird auch sehen, welchen Eindruck die anderen Turnbrüder von dem betreffenden Turnbruder haben und ob er sich m unserem Kreis wohl fühlt, ohne dass man danach zu fragen braucht. Uer Vorstand des Vereins hat sich also vor der Verleihung der Nadel über tolgende Fragen schlüssig zu werden: («arteiL del Jendeniwarts) •«* die Einstellung des Turnbruders derart, für die Zukunft auch weiter eine positive günstige Entwicklung in unserm Sinne zu erwarten ist? 2. Lernt der Turnbruder hebräisch und beschäftigt er sich sonst mit jüdischen Dingen (Geschichte, Zionismus usw.)? 3. (Urteil des Turn- und Sportwarts) Zeigen das Interesse und die Fortschritte im Turnen bezw. Sport, dass der Turnbruder es auch mit dieser Aufgabe ernst meint? 4. Ist der Turnbruder in unsere Gemeinschaft eingedrungen und was halten die übrigen Turnbrüder von ihm? 5. Ist der Vorstand nach den vorigen Fragen der Ansicht, dass der lurnbruder in jeder Beziehung zu uns gehört? »f. ■• Eme Schwierigkeit wird sich einstellen bei der Verleihung der Nadel an die Alitglieder der Jugendabteilung. Bei einem Kinde von 10 bis 14 Jahren wird man 5le y?rl,.?Äenden ,Fragen oft garnicht beantworten können. Hier kann meist nur das Gefühl des Jugendwartes, das Zutrauen, das er zu seinen Jungen hat, entscheidend sein. ' s Hat man sich in einem Turnbruder getäuscht, so kann die Verleihung auf öescnluss der Mitgliederversammlung, in Jugendabteilungen auf Beschluss des Vorstandes widerrufen werden. Die Verleihung selbst soll vorgenommen werden, wie Turnbruder Hölzer, f?1"/5es vorschlägt (siehe letztes Heft der Turnzeitung). Die Verleihung findet bei einer Veranstaltung des Vereins statt. Der Vorsitzende weisst den Turnbruder auf die Bedeutung der Nadel hin. Er macht ihm klar, dass er nun ganz in <(ie üenieinschaft des Vereins aufgenommen, nun voll mitverantwortlich sei für die Entwicklung des Vereins, wie überhaupt für die Idee der Turnerschaft. Ferner auf u 1 ™enten- Jd,e er persönlich in geistiger wie körperlicher Beziehung zu erfülle" hat (b e so "derer Hin w e i s auf die Thesen). Dann überreicht der Vorsitzende die Nadel und verpflichtet den Turnbruder durch Handschlag, dass er m jeder Hinsicht sich bemühen wird, seine Pflichten zu erfüllen Der Besitz der T u r n e r s c h a f t s n a d e 1 ist eine Ehre. ^BSv m V Handschuhe........Mk. '5,— ^» Barn 4Bk aia a*^*1 ■ m mm mW ia. Qualität........n*. i»s,- t» |1 fl WM I ■ ■ mK Schuhe, Segelluch mit guter IK I ■ mm m Mm. Ledernohle.......Mk. St.- 111 III I I mmW mm* a¥m Hosen, pa. Satin......Mk. n,»t ■ 9 ■ ROCHLITZ Sporthaus G. m. b. H. CHARLOTTENBURG2 — Joachimsthalerstr. 6. —