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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 3 (1920) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
3 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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17 zwei Forderungen in Bezug auf den Wohnungsbau zu stellen. Arstens: schnell und viel zu bauen, zweitens: zweckentsprechend und gut zu bauen. Leichter gesagt als getan! Schnell und viel bauen! Bisher hat man langsam und wenig gebaut, das Angebot an Wohnungen hinkte der Nachfrage immer bedeutend nach, so dass stets Wohnungsknappheit und, mit ihr untrennlich verbunden. — Mietswucher herrschte. Es fehlte auch bis heute noch völlig an einer halbwegs auspichenden Bauindustrie im Lande, welche diese neue Aufgabe zu erfüllen in der Lage wäre. Ebenso sind die handwerklichen und gewerblichen Grundlagen hierfür einfach nicht vorhanden. Es gilt, alles dies neu zu schaffen, und es handelt sich hierbei nicht um Weine nebensächliche Angelegenheiten sondern um den einen Grundpfeiler unseres Aufbaues. Bevor wir Unterkünfte für die Einwanderung geschaffen haben, ist an eine Besiedlung grösseren Stiles natürlich gar nicht zu denken, denn das Wohnen unter freiem Himmel föchten wir auch bei dem strichweise sehr milden Klima Palästinas Jemanden empfehlen, besonders nicht in der Regenzeit. Allem vorausgehen muss also eine umfassende und grosszügige Bautätigkeit. Der Häuserbau, Strassenbau und Tiefbau wird auf viele Jahre hinaus den Hauptausgabeposten unserer Kolonisation bilden. Die Wichtigkeit einer zweckmässigen Organisation des Bauwesens / kann bei seiner ausserordentlichen Bedeutung für unseren Aufbau gar nicht überschätzt, werden. Nur durch eine vortreffliche, moderne und grosszügige Organisation, auf deren Einzelheiten im Rahmen dieses Artikels natürlich nicht eingegangen werden kann, kann das Ziel, das uns vorschwebt, erreichbar sein. Wir werden auf die Verwendung von ungelernten Arbeitern im Baugewerbe Palästinas in einem bisher noch nicht gekannten Umfange ■ angewiesen sein. Dieser unabänderlichen Tatsache haben wir unseren Gesamtplan möglichst anzupassen und unterzuordnen. Es muss einerseits Gelegenheit gegeben sein, den ungelernten Arbeitern in möglichst schneller und doch gründlicher Weise mit den notwendigen Handgriffen und Kenntnissen vertraut zu machen und andererseits sind möglichst solche Baumethoden anzuwenden, welche die Beschäftigung einer möglichst grossen Zahl von ungelernten Arbeitern zulassen. Solche Methoden sind besonders in den jHampfbauweisen zu erblicken, bei welchen nicht Stein für Stein künstlich gefügt wird, sondern das Mauerwerk aus Beton, Kalksandroischung oder am besten aus Lehm zwischen provisorischen Brettwänden mit Handstampfern von oben festgestampft wird. Es sind in der letzten Zeit und auch schon von al,tersher sowohl in Deutschland als auch gerade im vorderen Orient mit der Lehm bau weise ausserordentlich gtote Erfolge erzielt worden und wenn man so ein modernes, schön geputztes Lehmstampfhäuschen (es gibt solche bis zu drei Stockwerken) einem Nichtfachmann zeigt, so wird er es auf 3

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