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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 3 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
3 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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13 Projektierte und folgende Strecken: H a i fa—Nazareth— Safed-Metulla-Rajak, Metulla-Jordanquellen-Damaskus und weiter durch die Wüste nach Bagdad. ' Fast alle Kolonien sind heute schon teils durch Hauptbahnen teils durch Feldgleise an das Eisenbahnnetz angeschlossen, wodurch für die gesamte Entwicklung ein ungeheurer Vorteil entstanden ist. Es wird nun für die fernere Zeit von Wichtigkeit sein, ob alle diese Bahnen unter einer einheitlichen Verwaltung laufen werden, oder ob die französischen Gesellschaften die von ihnen eingerichteten Strecken wieder in ihre Hand bekommen. DerRuppinsche Vorschlag des Ankaufs aller dieser Bahnen würde einerseits heute ein ganz ungeheures Kapital beanspruchen, andererseits wird entschieden die englische Regierung zuerst hierzu Stellung zu nehmen haben. Nachdem Qrossbritannien die Mandatur über Palästina erhalten haben wird wird es für uns wichtig sein, zu erfahren, unter welchen Gesichtspunkten die neuen Behörden neue Strecken anzulegen gedenken. zwei Möglichkeiten sind hier vorhanden: erstens der Bau von Bahnstrecken zur Hebung des Wirtschaftslebens und zu Ansiedelungszwecken zweitens Neuanlagen nur dort, wo sie durch die bisherigen Verhältnisse begründet erscheinen. Das erste System »st kostspielig und könnte nur von einer Staatsbehörde unternommen werden, deren Kapitalien ein zinsloses längeres Stilliegen vertragen, während eine Privatgesellschaft mit einem raschen Aufblühen des Unternehmens rechnen muss. Doch werden diese Nacheile mit in den Kauf genommen werden müssen, denn das zweite System kann für uns schon deshalb nicht geeignet sein, vyeil wir ja gerade die Besiedelung bisher unbebauten und wenig belohnten Landes anstreben. III. Die Schiffahrt. Seiner geographischen Lage entsprechend spielt sichi der Aussenyerkehx Palästinas zum grössten Teil zu Schiff ab. Selbst die jetzt hergestellten Schienenwege nach Konstantinopel einerseits, nach Kairo andererseits werden hierin wenig ändern. Vor allem der Verkehr mit Europa das immer grösser werdende Interesse örtlich weit entfernter Personen, Gesellschaften und Volksgruppen an dem Aufblühen und der Erforschung des Landes haben diese Schiffahrt ständig wachsen lassen und die zunehmende Bevölkerung mit europäischen Kulturansprüchen zeigte naturgemäss den Wunsch einer steigenden Einfuhr europäischer Waren.. Während in der Kriegszeit der Wege- und Eisenbahnbau einen grossen Aufschwung erlebte, sind Hafenbauten nicht in Angriff genommen worden. Es liegt dies in der Eigentümlichkeit der Kriegsführung die derartige Unternehmen es unmöglich macht. Es gibt an der ganzen syrischen Küste bis jetzt nur einerr guten ausgebauten Hafen und dieser liegt nicht einmal auf palästinensischem Gebiete- Beirut. Als weitere Häfen, deren Anlagen einen 3

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