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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 1 (1920) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
1 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 18)
Language
German
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18 II. Gute und Gipfeltumer. . c.R.er »"tf Turner muss in tadelloser Haltung sowie mit der grössten Ruhe und Sicherheit die folgenden Uebungen beherrschen: Am Barren: Rollen vor- und rückwärts m jeder Form ausser Flugrollen; Oberarmhangkippen in jeder rorm; Spreizubungen in besonders vielen Arten und schöner Ausführung und cüe vorher beschriebenen Abgänge und Aufgänge. Am Reck: Kippen'vorlings in jeder Form, Knie-, Mühl-, Sitz- und die sonstigen kleinen Wellen, eine freie Felge und die vorher beschriebenen Spreizübungen und leichteh Abgänge. Am Pferd: Le^te Spreiz- und Fiankübungeri, leichte Spreizabgänge und alle Sprunge. An den Ringen: Schwingen in Stütz und Hang, Auskugeln, Köllen vorwärts und leichte Abgänge. Naturgeräte und die sonstigen Geräfte wie Leitern. Klettern, Bock usw. Seine Weiterarbeit gestaltet sich folgendermassen: Am Barren feeginnt das Handstehen und die E11 e n h a n g k i P P ea E-g man an etwas kompliziertere Abgänge, darunter die Vorübungen zu den Kreiskehren zu machen. Im übrigen soll man die vorher beschriebenen Uebungen in verschiedenen Kombinationen immer wieder mit besonders1 guter Haltung üben. Auch mit!K r a f t ü b u n g e n , mit deren einfachsten Anfängen man schon vorher beginnt, spare man jetzt nicht. Auch gewöhne man den 1 urner an einige leichte Aufgänge, wie z. B. Einspringen und Einflanken am Anfange des Barrens zuerst zum Grätsch- und Aussenquersitz, dann zum Streckstutz und schliesslich zur Vorhebhalte. Einwenden, -flanken und -kehren aus Sf-Ü! Aussenseitstande vergesse man nicht und als schönen Aufgang in der Mitte Ruckstemmen vorlings aus dem Oberarmhange. Auch einfache Mutzwagen müssen sicher beherrscht werden. — Am R e ck beginne man mit Uebungen im Hange rücklings; Kippe rücklings (Kreuzkippe), Felgaufschwung rücklings (Kreuzaufschwung oder Durchschub) und Hangwage rücklings. Die freie Felge muss .immer höher und sicherer werden, bis man sie ins Handstehen kann, das auch aus dem ruhigen Stütz und der Kippe jetzt fleissigr geübt werden muss. Als Vorübung für Riesenfelgen, d i e m a n n i ch t z u zeitig ü b e n s o 11, sei das Abwerfen aus dem Stütz mit Kiesenfelgaufschwung zum freien Stütz und sofortigem Untersclrwung empfohlen. Sicher müssen Flanken nach beiden Seiten, Wenden und Kehren ebenso wie Haken beherrscht werden, auch aus1 der Kippe und schliesslich aus^ der Felge vorlings vorwärts'. Die Sitzwellen müssen jetzt allmählich zu freien Feljgen werden; Hangkehren sind schnell gelernt. Von neuen Abgangen lerne man jetzt die kleinen Wellabgänge, wie sitzwell-, Sohlenwell-, I-ersenwell- und Ristwellabgänge. Kraftübungen soll man nicht vernachlässigen und nach jedem Turnen Reissig hangeln. Vor allzueifrigem Oe- \Vi£ht,s*emm_en ist z" warnen, da dieses die Muskeln zwar stark doch steit macht wohingegen es in der Form von einarmigem Reissen sehr gunstig wirkt. Niemals dabei renommieren wollen, lieber zu leichte als' z" schwere Gewichte nehmen und beide Arme gleichmässig ausbilden! — Am I ferd spreizen, seitscheren und flankenkreisen; auch Kreiskehren und Aufgange wie Schraubenspreizen und Kehrschwünge usw. nicht vernachlässigen Pferd bleibt immer eins der wichtigsten Geräte. Läng Sprünge lernen! - Freiübungen dürfen auch weiterhin nicht vernachlässigt werden. Sie sind komplizierter und schöner auszugestalten und tragen sehr viel zur guten Haltung bei. — An den Ringen muss man Rollen und einfache Abgänge beherrschen und der Sprungtisch kommt als neues .Schwierigkeitsgerät hinzu. Wer alles das beherrscht, ist Gipfelturner! 4 . J5tz.* jst 5? «tower, so feste Richtlinien zu geben wie vorher, weil von jetzt ab jeder Turner mehr seine eigenen Wege nach Mut, Können, Veranlagung und Ausdauer geht. Gewisse Grundzüge sind aber von jedem festzuhalten. Das Handstehen ist das A und O des G i p f e 11 u r n e r s. ts muss an jedem Gerat, geschwungen und gedrückt, mit Abwenden-haken und langsamem Senken unbedingt beherrscht werden. Der Turner muss es jetzt verstehen seinen Körper in jeder Lage zu beherrschen und bei einem eventuellen Fallen sich so zu drehen, dass er nicht gerade auf den Kopf fällt Pferd muss eifrigst weitergeturnt werden, die Haltung muss sich immer mehr bessern

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