Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 1 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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17 den Anfängern recht fleissig Freiübungen auch mit Stäben und Hanteln betreiben und auch Turnspiele nicht vernachlässigen. Am einfachsten gestaltet sichffür den so ausgebildeten Turner die Weiterarbeit am Barren und an -den Naturgeräten. Beim Lauten, Springen «na so weiter werden ja seine Leistungen mit zunehmender Grösse, Kraft und Gewandheit allmählich immer besser, ohne dass der Vorturner eine besondere Schule anzuwenden braucht. Am Barren beginnt man den Turner 'n,d»e Technik des Oberarmhanges und besonders der Kipplage einfuhren. Auf diese möchte ich hier ganz besonders aufmerksam machen, deiner Ansicht nach ist eine schöne Kipplage am1 Barren die beste Grundlage, i*rf man einem Turner am Barren mitgeben kann. Ich rate wenigstens! j™^111 Jurner, am Beginn des Barrenturnens einige besonders schöne und "pne Kipplagen auszuführen, um recht grosse Sicherheit darin zu bekommen, urfi üS s'nti s'e e'ne ""bedingt notwendige Voraussetzung für die Kippe, und dann eignen sie sich sehr gut zu» sicheren Erlernen der Rolle rückwärts. Diese soll man ebenfalls noch in diesem Stadium beginnen "na zwar aus der Kipplage zum Grätschsitz hinter den Händen. — Aus der orner erwähnten Kipplage mache man natürlich die Vorübungen für die Kippe um Streckstütz, die Kippen zum Grätsch- und Aussenquersitz, jedoch zuerst lese nur und nicht gleich1 die zum Streckstütz, da man auf diese Weise d schneller vorwärts kommt. Schliesslich baue man noch die Rolle aus em Grätschsitz so weit aus, dass man bis zum Oberarmstehen und dem |es«eckten Ueberrollcn aus diesem zum Oberarmhange kommt. Das Rollen ^us dem Streckstütz stelle man einstweilen noch zurück. Die in der Mitte &emachten Spreizübungen verlege man, soweit es geht, ans Ende und den Anfang des Barrens umd mache Ein- und Auspreizen, Flanken, Kehren usw. as schwierige Eingrätschen lasse man noch beiseite. An Abgängen mache h nLweiter Kehren, Wenden und Flanken aus dem Querstreckstütz auch mit ijf .. Drehungen usw., dann Flanken, Kehren, Hocken usw. aus dem Seitc gestütz, Spreizen und Grätschen am Ende, Ueberschlag und ähnliches. Auch cn w u n g s t e m m e n im Unterarmstütz zum Knick- und Streckstütz und mit Reizen seien noch empfohlen. all* ^m ^€ c k W'I1C' d'e Weiterarbeit etwas mühsamer. Man gehe da vor esi ™ u " die Erlernung der Wippe und des Schwungholens, oder wie Up, ric"tig heisst, des Unterschwunges aus dem Hang. Dieser lässt sich riatürkinL.nur am sPrunghohen Reck üben, die Kippe beginne man als Lauf- PPe am brusthohen Reck. Diese Stufe ist insofern etwas schwierig, WL man nicnt a's Vorübung eine Kippe zum Grätsch- oder Aussenquersitz *e am Barren üben kann, sondern gleich die Kippe selbst lernen muss. Manche?j™en sie beim 2. oder 3. Versuch, andere brauchen wieder sehr lange dazu. g^n beginne dann mit einfachen Hangkehren im Schwünge und leichten j^JJ^gaufeängen, wie Kniewellenaufschwung ausserhalb und innerhalb der vJwh u von Abgängen übe man wieder Flanken, dann Kehren undauf h immer nacn beiden Seiten, dann Hocke und Aufgrätschen zum Stand Hnntem ^eök mit Niedersprung und schliesslich Unterschwünge aus dem Stütz, dah?~ u"1*1 Grätschstand. Auch Kraftübungen soll man wieder vorsehen, und berf Ii, °tsoa^ers die Felgenzüge vorlings und rücklings und die Vorhebhalte ^rucicsichtigen. — Am, Rferd mache man weiter recht viel Spreizübungen, Drehi!"6 aber scnDn mit Seitscheeren, Vor- und Rüdcflanken und kleinen Nur en' ~ An den anderen Geräten ändern sich* die Uebungen nur wenig, an den Ringen beginne man mit Rolfen und Auskugeln. durrh ^3Jl acnte streng darauf, dass. alle diese Schulen von jedem Turner dem Ts«6'*** wefdien, und dass sich nicht etwa der eine oder andere vor Gm** d" und volkstümlichen Turnen drückt, wie das gerade bei diesen zur v üi.schr oft geschieht. Alle diese Schulen ergänzen sich gegenseitig und Jedpnf i*mmenen Körperausbildung muss jedes Oerät herangezogen werden, entaifa vernachlässige man nicht eines, ohne der ganzen Sache zu schaden.