Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 21 (1920)
- Issue
- 1 (1920)
- Date
- 1920-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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16 \7om praktischen Turnen und Sport* Die notwendigen Uebungsgrundiagen für Anfänger und mittlere Turner, Von Hans Kuhn, Bar KodhJba, K a 11 o \v i t z. I. Anfänger und mittlere Turner. Vorbedingungen jeder Uebung sind korrekter Hang und korrekter Stütz.! Anfänger, die schwächlich oder sehr jung sind, lasse maxi am Beginn ihrer Uebungszeit mehr Hangals Stütziibungen machen, da der Stutz für sie zu anstrengend und infolgedessen nicht zuträglich ist. Reine Stüt2' Übungen lasse man) nur wenig üben, dagegen viel Liegestütze, Sitze» ßpreizsitze usw., da sich der Turner dabei am ehesten die notwendige Ruhe und Haltung am Gerät angewohnt. Deshalb ist auch der Barren das für den Anfänger über 14 Jahren geeignetste Gerät. , ,Man lasse die Anfängerriegen an einem Barren turnen, der so hoc" sei, dass die Turner gerade noch einen Oberarmhang ausführen können, ohne den Boden zu oerühiren. Dabei gewöhnt man sie daran, den Stütz i» einer mittleren Höhe aus dem reinen Absprunge, also ohne Nachstemm«"' zu erreichen. Der sonstige Uebungsstoff für sie ist an diesem Geräte senr reichhaltig. Sie sollen recht Viel Spreizübungen, Aussen- und Innen* quersit-ze, Grätschsitze, iLiegestütze vorwärts, rückwärts una seitwärts machen, die einfachen Abgänge, Kehren, Wenden, FlanK^*1 mit Vierteldrehungen und einen schönen Schwung im Streck stütz lern ^; Ferner sollen sie Aufschwünge zum Seitliegestütz und zum GT*\fct"*2 sitz am Ende (mit Speichgriff) lernen, einen ordentlichen tiefen Kni<*s'Jrn ohne Schwingen sich aneignen, und schliesslich eine Rolle mit gebeugt* Hüften aus dem Grätschsitz zum Grätschsitz ausführen können. Dass » alle Arten von Hängen und Stützen beherrschen müssen, ist selbstverständlicn. Am Reck wird mit solchen Turnern das Stützreck gewöhnlich vk: zu oft gegenüber dem sprunghohen Reck geturnt. Alle Anfänger 90" * zuerst die verschiedenen Hänge sowie Klimmziehen in jeder Form '.?rn*e' Gleichzeitig übe man mit ihnen am brusthohen Reck Felgaufschwung und Aufzüge mit jedem Griff und in verschiedenen Zusammenstellung*»1' man mache mit ihnen ziemlich viel Spreizübungen sowie kleine WelUufschwwl? und Umschwünge, z. B. Kniewellen innerhalb und ausserhalb der "*™rj| \x>rwärts und rückwärts, Mühl- und Sitzwellen ebenso usw. Dann bringe r»* ihnen sofort bei, dass alle diese einfachen Uebungen am sprunghohen Kec» nicht schwerer und gefährlicher sind, als am brusthöhen und gewönne», allmählich dadurch an die Höhe, dass man an jedem 'Turnabend die Kej* stange 10 Zentimeter höher bis zur Sprunghöhe stecken lässt. Von e!n jSTi,. Abgängen sollen sie Unterschwünge (hoch und nicht weit) soWiecii«Üken und aufhaken mit Niedersprung zum Stand, ferner die einfachen sP**£f atogänge lernen. Di^e nähere Ausführung' bleibt am besten dem Vor turn überlassen. „ Am Pferd wird man sich auf die einfachen Spreizübungen und Kf*J~2|! sowie die Sprünge beschränken. Als sehr empfehlenswertes Gerät seien n die Ringe genannt, an denen ja ein vollendeter Kunstturner fast die g»ijry, Uebungen wie am Reck machen kann. Mit Anfängern übe ^ZZ/Lts nur ausgiebiges korrektes Schwingen in Hang und Stütz, wobei Y6901^^ auf Haltung zu sehen; ist, sowie die verschiedenen Hangarten mit Beinspre»"- und so weiter. 1 fflp- Auch Leitern und Kletterstangen seien als Nebengeräte *»m fohlen; volkstümliche Geräte wie Laufen, Springen, Stessen und X'erfen^^ stehen sich ja von selbst. Bockspringen, Sprungtisch, Pfc^'a^SPirSei« sind auch sehr beliebt und können als Lücketibüsser, um kleine Zeitp»"^jt auszufüllen, gut und gern eingeschoben Werden. Im übrigen soll man