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Jüdische Turn- und Sportzeitung · 1920-01-01 · 1 (1920) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Turn- und Sportzeitung
Volume
21 (1920)
Issue
1 (1920)
Date
1920-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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6 des Judeseins, bringen sie Vertrautheit und schöpferische Verbundenheit mit der uralten nationalen Kultur mit, so haben die westlichen Nationaljuden in der westeuropäischen Schule ein gewisses Mass Organisationstalent und Zuverlässigkeit gelernt, die sie trotz ihrer Entfremdung vom jüdischen Kulturleben zu organisatorischen, erzieherischen, technischen und einer Reihe anderer Aufgaben in hohem Masse befähigt. Gelingt es, in gemeinsamer Arbeit zunächst die nationale Jugend aus Ost und West zusammenzufassen, so wird dieses Zusammenleben für beide Teile höchst fruchtbar werden. Freilich, eins ist vor allem, und besonders für die Westjuden, erforderlich: die innerliche nationale und soziale Einstellung. ■ In dieser Ehe zwischen Ost und West ist niemand allein der Gebende undi Nehmende; ginge jemand zu den „jüdischen Massen" mit dem widerlich bourgeoisen Gefühl des wohltätigen Schenkers, mit der innerlichen Stellungsnahme des Rachmones- Assimilanten (ein Typ, der auch unter Zionisten existiert), der sich den „Armen" im Ost als mit europäischer Zivilisation begnadeter gänzhcn überlegen, fühlt, so soll er lieber weg bleiben; denn er JW'Jj doch nur klägliche Enttäuschung erleben. Die Zeit der „Philantropiß ist, das wissen alle, die einmal Ostjuden, ihre starke, freie! Art in den besten, ihre starke, selbstbewusste Volksgebundenheit in allen Schichten, erleben lernten, für immer vorbei. Nur eine Einstellung ist allen, 1° Ost und.West, erlaubt: die der dienenden Hingabe an die grossen, Unerschöpflichen Kräfte des Lebens des ganzen Volkes, die aus dem Bewusstsein der menschlichen und nationalen Kümmerlichkeit aller Teile des Volkes heraus nur mithelfen will am erneuernden Aufbau. Alle Voraussetzungen aber für aufbauende, gemeinsame Arbei hier und jetzt sind heute da: versucht nur zusammen zu leben in den Volksheimen, Volksherbergen, in den Kwuzoth auf dem Lande und in den Städten; wandert zusammen, arbeitet zusammen in Kursen, turnt und rudert gemeinsam; lernt miteinander hebräisch: un aus all dem dürfte Annäherung, fruchtbares Ineinanderleben bei alle' anfänglichen Schwierigkeiten sich ergeben. Diese schon heute möglich gemeinsame Arbeit wird, sowie freierer Zugang nach dem Osten dajs i noch in anderem Masse, durch Wanderungen und Aufenthalt, zu erhöhte^ Wirklichkeit kommen; so wäre die beste, wahrhaft freie, nationale Vorbereitung für Palästina im Galuth zu leisten. Auf dieser Basis kan selbst in Deutschland die heut noch immer bis in die besten zionistische Gruppen hinein beschränkte, egoistische, unsoziale Art der zionistisch Arbeitsauffassung und Zielbewusstheit erneuert werden, wie anderersei auf die Schultern der westlichen Jugend ein gut Teil Verantwortung un Gebemöglichkeit gelegt ist. Bereitet die Einheit des Volkes durch sammenarbeit, durch Verständnis, durch gemeinsame Erziehung, "HJjL Miteinanderleben und -Arbeiten, durch gegenseitige Hilfe in menschlichen, sozialen und nationalen Nöten vor: dann werdet »n schon hier die fruchtbarste Arbeit für Erez Israel leisten. _____ Beachtet den Aufruf auf Seite 30*

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