Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Journal
- Jüdische Turn- und Sportzeitung
- Volume
- 20 (1919)
- Issue
- 12 (1919)
- Date
- 1919-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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18 Tempo II: Hochschwingen der Arme, Strecken des Körpers beinahe zur bpann.beuge und Verlegungdes Körpergewichts auf das linke Bein. Blick nach vorn. , Tempo III: Schwingen des rechten Armes in wagerechter seitwärts rückwärts unter gleichzeitigem Beugen des Oberkörpers rechtes Knie und Drehle n in der Hüfte - Anwinkeln des linken Armes vor der Brust Blick nach links. Tempo IV: Aus dem Fus&gelenk Strecken des rechten Beines, Drehen der Hüften nach links, Zurückschwingen des linken Armes nebst Schulter und Vorreissen der rechten Schulter mit Nachziehen des Armes und der Hand, blick nach dem wegfliegenden Diskus. Speer: Tempo I: Front nach vorn. Füsse beisammen — Anwinkeln des rechten Arm,es über der rechten Schuller in Stirnhöhe, hnfcer Arm seitwärts gestreckt. Tempo II: Eine Vierteldrehung nach rechts auf dem linken Fussballc» Beugen des rechten Beines, Strecken des rechten Armes — Beugen des linken Arme; vor dem Kopf, Strecken des rechten Beines mit Drehung in der linken Hüfte und Zurückschwingen des linken Armes nebst Schulter und Vorbringen der rechten Schulter mit Nachziehen des "rechten Armes und dessen dichtes Vorbeifuhren beinahe über dem Kopf nach vorn. Hierbei wird ein langer 5prun:>- nach vorn vollführt mit Druck und Stoss des Speers. Blick nach vorn. Lauf: a) Aus Stand Beugen des linken Knies und Vorwerfen des cingewinkelten rechten Armes (abwechselnd), b) Dasselbe mit Hochheben des Knies (Oberkörper vorgeneigt), c) dasselbe, lebhafter als Lauf auf der Stelle. D'as vorstehende möge als Masstab für die Gestaltung des Winterbetriebs dienen. Natürlich lassen sich noch, allerlei Kombinationen anbringe"- rermr kann man andere Uebungen einschalten. Das ergibt sich ganz aus den besonderen Verhältnissen und Anlagen. Es wird sich vielleicht in eine"1 Orte die Möglichkeit zum Boxen bieten. Wo hierzu Gelegenheit ist, soll man sie nicht ungenutzt sein lassen. Nur der Laie wird Boxen als roh empfi"' den es gehört vielmehr zu den ganz besonders wertvollen Uebungen, °'e eine allgemeine systematische Durchbildung des ganzen Körpers bieten. Jeder Verein wird sich hiernach ein Bild machen können, wie das wintcrtraming gestaltet sein muss. Im einzelnen wird die sportliche Leitung* eines jeden Vereins nach diesen Richtlinien entscheiden können, wie sie das Winterprogramm einzurichten hat. Ausser all diesen Uebungen und Sportveranstaltungen ist es aber uflte r I ä's s 1 i c h , dass jeder einzelne regelmässig an jedem Tage 20 *»s 30 Minuten lang Freiübungen macht. Eine Ausnahme können davon höchstens die Tage madhien, am denen eine Sportveranstaltung stattfindet. D"-' zu wählenden Uebungen kann man der angegebenen Uebersicht über Freiübungen entnehmen. Man führt die Uebungen am besten nackt, jedenfalls aber mit entkleidetem Oberkörper aus. Um eine Kontrolle über sich selbst zu haben, stellt man sich am besten vor einen Spiegel. Man ist dann Inder iLage, jede einzelne Bewegung zu sehen und die Funktionen der Muskel" genau zu beobachten. Besonders hat es sich' auch bewährt, mit Sand««" Hanteln zu üben. Es kann daher nur empfohlen werden, sidfn ein Pa»r o rartige Spiralfederhanteln zukaufen. Der ständige Gegendruck der Hantein .r, .f „,„„„ M^oo+aK ■«•„. ,{»„ ir^KonWon i.nrf «SflIKc+lorvn+mlle Wirf mittel- Yh.n dadurch ( d£" Uebe"d™> ™d Selbstkontrolle bar nach rfrm Auti^1,Ch}eTt DlZ. S^igneisie Zeit ist morgens, um gehen l, Ti»l n hk^ _, W^' "°ch besser ~ abends ™r\fem Schlafender Enemio w?hn U,fbun£en. gleichzeitig noch eine besondere Stärkung anderen iöntrnm^ret,d J"3",Turnna»e oder auf dem Sportplatz von tfX 0licrl w,erden kann und au* wird, ist man hier «ranz allem. Be "eZ JeTtoäw88' w"Ur &r eige?e, Wi|fe treibt rfen Uebend?n an, alle Ii l)Fcfit » ■ Knd exakt «"""führen. Jeder einzelne muss sich diese täglichen Freubungen zur Ehrenpflicht machen.